Grundsätzlich bewegt sich bereits der Embryo nach 8 bis 9 SSW. Bei der Ultraschalluntersuchung sind die z.T. sehr intensiven, reflexartigen Bewegungsmuster gut zu beobachten. Spürbar werden die fetalen Bewegungen erst ab etwa 20 SSW. Die meiste Zeit seines intrauterinen Lebens ruht bzw. schläft der Fetus (knapp 90%), ist aber in diesen Phasen nicht immer komplett bewegungslos. Ab etwa 24 SSW entwickeln Feten eine Art Tagesrhythmus, d.h. sie zeigen zu bestimmten Zeiten Muster von Ruhe- bzw. Aktivitätsphasen.

Erfahrungsgemäß nehmen die Kindsbewegungen zum Entbindungstermin hin physiologischerweise ab. Auf der einen Seite sind Schwangere beruhigt, wenn sie ihre Kinder spüren, auf der anderen manchmal gestresst, wenn sie aufgrund starker Aktivität zu Unzeiten z.B. nicht mehr oder kaum schlafen können.
Längere Zeit fehlende Kindsbewegungen sollten mittels Kardiotokographie (CTG), einfacher und schneller oder Ultraschalluntersuchung abgeklärt werden.