manchmal nicht zu umgehende Maßnahme (ultima ratio) zur Behandlung einer mütterlichen oder fetalen Blutarmut (Anämie), die meist komplikationsmildernd, unter Umständen auch lebensrettend sein kann; aufgrund des möglichen Infektionsrisikos (HIV, Hepatitis B,C, Cytomegalie) ist die Indikationsstellung bei den Schwangeren außer bei vitaler Bedrohung (es geht evtl. um Leben und Tod) sehr streng.

Besteht eine intrauterine Anämie beim Kind (klassisch durch eine Virusinfektion mit Parvo-B-19/ Ringelröteln) ist eine intrauterine Bluttransfusion mittels Cordozentese (Nabelschnurpunktion) lebensrettend!
Durchführung ist ab 12 SSW möglich, allerdings bis einschließlich 15+ SSW technisch extrem schwierig; meist problemlos ab 20 SSW gut durchführbar; diese wird sinnvollerweise in einem Perinatalzentrum von entsprechend erfahrenen Ärzten durchgeführt.