bei geringer oder fehlender Fruchtwassermenge (Oligohydramnion/ Anhydramnion) zur Abklärung eines möglichen Blasensprungs wird über eine Fruchtwasserpunktion (Amniozentese) ein blauer ungefährlicher, reaktionsloser Farbstoff wie Methylenblau/ Indigokarmin mit physiologischer Kochsalzlösung/ Ringerlösung in die Fruchthöhle infundiert; dann wird ein weißer, steriler Gazetupfer in die Scheide gelegt. Kommt es zu dessen grün-blauen Verfärbung, gilt die Diagnose Blasensprung als gesichert; andererseits kann umgekehrt ein Blasensprung ausgeschlossen werden.

Ferner dient das Prozedere zur Fruchtwasserauffüllung und zur besseren Diagnostik der fetalen Konturen und Organe insbesondere der Nierenfunktion, die auch eine wesentliche Ursache der geringen Fruchtwassermenge darstellen kann. Zudem ist auch eine Bestimmung der fetalen Genetik (Karyotypisierung) möglich.