auch als Babynest, Babyfenster, Babykörbchen oder Drehlade bezeichnet; historisch schon seit dem 12. Jahrhundert belegt; die Problematik der Findelkinder ist also nicht neu; vgl. auch anonyme Geburt/ vertrauliche Geburt.
Nach aktuellen Studien (2012) werden pro Jahr in der BRD ca. 30 Neugeborene ausgesetzt oder getötet. Damit steht fest, dass auch heute noch Kindstötungen oder -aussetzungen zu unserer gesellschaftlichen Wirklichkeit im Zusammenhang mit Schwangerschaft und Geburt gehören.

Um Frauen in einer psycho-sozialen Konfliktlage Hilfe anzubieten, stehen Hilfetelefone für Schwangere in Not 24 Stunden am Tag zur Verfügung. Erreichen die Hilfsangebote die Frauen nicht oder wollen Schwangere aus Angst vor negativen Folgen diese Beratungsmöglichkeiten nicht in Anspruch nehmen, haben Kliniken und caritative Institutionen sog. Babyklappen eingerichtet.
So sind in Deutschland bislang etwa 80 Babyklappen entstanden; in diese speziellen Babyablagen können Frauen, deren Mutterschaft aus beliebigen Gründen unbedingt geheim bleiben muss, ihre Kinder verbringen oder verbringen lassen. Damit soll verhindert werden, dass Kinder ausgesetzt und damit vernachlässigt oder gar getötet werden. Die Kinder werden dann primär versorgt und im Weiteren an Familien mit Adoptionswunsch vermittelt. Seit Anfang 2000 wurden dadurch weit über 200 Kinder versorgt.