Bewertungsschema mit Erstellung eines Punktesystems (Score) zur Beurteilung der Kondition/ des Zustands des Neugeborenen; standardisiert erfolgt die Beurteilung 5 und 10 Minuten nach der Geburt. Untersucht werden Atmung, Herzfrequenz, Reflexe, Tonus der Extremitäten und die Hautfarbe.

Für jeden der 5 Parameter werden 0,1 oder 2 Punkte vergeben; optimal ergibt sich ein Punkte-Score von 10. Ein APGAR-Wert zwischen 8 und 10 gilt als normal, zwischen 4 und 7 kontroll- bzw. behandlungsbedürftig, unter 4 liegt eine schwerwiegende, intensiv pflichtige Not-Situation vor.
Oft bedingen mäßig bis schwer ausgeprägte Anpassungsstörungen niedrige APGAR-Werte. Häufig treten diese bei Frühgeborenen oder Kindern mit Fehlbildungen (z.B. Herzfehler) bzw. nach Beeinträchtigung unter der Geburt auf (Asphyxie, fetal distress). Benannt nach der amerikanischen Anästhesistin Virginia Apgar (1909 – 1974).