Infektion der Eihäute mit Beteiligung des Feten, der Plazenta sowie innerer Schichten der Gebärmutter. Oft Folge einer Leckage in der Eihaut (Blasensprung) mit Eindringen von Bakterien, wobei bekannt ist, dass manche Bakterien in der Lage sind, auch die intakte Eihaut zu durchwandern. Der Blasensprung wird nicht immer, sogar eher selten bemerkt. Meist besteht ein zunehmendes Krankheitsgefühl mit Unterbauchschmerzen, Fieber, Wehentätigkeit, ggf. vaginalen Blutungen bzw. übel riechendem Ausfluss.

Oft deutliche Erhöhung des vaginalen pH-Werts (5 - 7) infolge der Infektion bzw. des Fruchtwasserabgangs. Im Labor deutlicher Anstieg der weißen Blutkörperchen (Leukozytose), Anstieg der Entzündungsparameter (CrP, C-reaktives Protein). Im Ultraschall ggf. erniedrigte Fruchtwassermenge und fetale Tachykardie. Hoch gefährliche Situation für Mutter und Kind, weshalb schnell gehandelt und breit antibiotisch therapiert werden muss! Eventuell Indikation zur Entbindung. Damit erhöhtes Risiko der Frühgeburt.

Auch bei reifen Kindern häufig postpartale Infektionen, ggf. auch Gefahr der Sepsis und z. T. erhebliche Anpassungsstörungen. Auch für die Schwangeren nicht unerhebliche Gefahr erhöhter Morbidität und Mortalität. Bei schweren Verläufen kann eine Gebärmutterentfernung notwendig werden!