vgl. Eihaut, eigentlich Schafshaut; durchscheinende, dünne aber relativ stabile Zellschicht um den Embryo/ Fetus; grenzt die Fruchtanlage von seiner Umgebung in der Gebärmutter ab und ist damit eine wesentliche Infektionsbarriere und Stabilitätsgarant der Schwangerschaft.

Die Amnionhöhle ist mit Fruchtwasser gefüllt. Das Amnion ist an der Bildung des Fruchtwassers beteiligt. Bei Störung der Eihautintegrität entstehen u. U. Infektionen, in schweren Fällen ein sog. Amnioninfektions-Syndroms mit Beteiligung des Ungeborenen. Zudem kommt es nachfolgend meist zu Wehentätigkeit, vorzeitigem Blasensprung, Blutungen und je nach Schwangerschaftsalter zu Frühgeburt/ Reifgeburt.

In sehr frühen Wochen auch Verlust der Schwangerschaft möglich oder sogar medizinisch erforderlich, wenn die Schwangere durch eine mögliche Sepsis (generalisierte Infektion) vital bedroht wäre. Unter physiologischen Bedingungen reißt das Amnion zum Zeitpunkt der Geburt im Bereich des unteren Eipols ein (rechtzeitiger Blasensprung). Selten werden Kinder in der intakten Fruchtblase („Glückshaube") geboren.