maternales Alter; das mütterliche Alter nimmt einen nicht unerheblichen Einfluss auf eventuelle genetische Veränderungen (Anomalien) des Kindes; ab dem 45. bis 50. Lebensjahr bedingt auch das väterliche Alter genetische Erkrankungen/ Syndrome/ Fehlbildungen beim Kind. Es ist bekannt, dass ab dem 35. Lebensjahr der Frau die Anzahl genetischer Erkrankungen steil ansteigt (exponentielle Zunahme).Bei einer Schwangerschaft mit Zwillingen gilt dies bereits ab dem 32. Lebensjahr.

Die Schwangerschaft einer Frau über 35 Jahren wird deshalb auch als Risikoschwangerschaft bezeichnet. Grundsätzlich sollte die Schwangere darauf hingewiesen und entsprechend über die Möglichkeiten, Chancen und Risiken bzw. Optionen der vorgeburtlichen Diagnostik (Pränataldiagnostik) mit Ersttrimester-Screening, Zweittrimester-ScreeningFruchtwasseruntersuchung (Amniozentese), Chorionzottenbiopsie, nicht-invasive Pränataltestung (z. B. PraenaTestTM, HarmonyTM-Test) und die Möglichkeit der genetischen Beratung aufgeklärt werden. Eine Pflicht der Schwangeren zur Pränataldiagnostik besteht natürlich nicht.
Jeder Patient hat ein verbrieftes Recht auf Wissen wie auch auf Nicht-Wissen. Zudem kann ab dem 01.02.2010 jegliche Diagnostik nur noch nach schriftlicher Zustimmung der Schwangeren/ des Partners erfolgen.

Mit zunehmendem Alter nimmt die Fähigkeit zur Reproduktion bzw. der Erfolg der Reproduktion deutlich ab; für viele Paare kann allein das Alter demnach zu einer nicht unerheblichen Hürde für die Verwirklichung des Kinderwunsches werden. Das optimale Reproduktionsalter für Mann und Frau liegt bei etwa 27 Jahren!! Wer also frühzeitig weiß, dass er sich gerne reproduzieren möchte, sollte möglichst bald damit beginnen (sofern die dafür wesentlichen Voraussetzungen stimmen). Manche Fragestellung oder Problemsituation stellt sich dadurch erst gar nicht.