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vgl. Forzepsentbindung; vaginal-operative Entbindung unter Verwendung einer Geburtszange (z.B. nach Naegele, sog. Naegele-Zange). In Notsituationen unter der Geburt bei vollständig eröffnetem Muttermund und dem kindlichen Kopf in Höhe der Beckenausgangsebene besteht die Möglichkeit der raschen Entwicklung des Kindes unter Zuhilfenahme einer Geburtszange. Indikationen sind beispielsweise pathologisches CTG in der Austreibungsphase (AP) oder erschwerte, zögerliche Entwicklung des kindlichen Köpfchens.

Der Gebärmutterhals ist nach heutiger Kenntnis ein komplexes anatomisch-funktionelles Organ, das sich durch eine hoch differenzierte Bindegewebsmatrix sowie eine spezielle Blut- und Nervenversorgung auszeichnet. Dieses korkengroße, zylindrische Organ, das den Verschlussmechanismus der Gebärmutter außerhalb, insbesondere aber während Schwangerschaft und Geburt reguliert, ist in seiner Komplexität noch nicht vollständig verstanden. Normalerweise wird der Zervixkanal durch einen Schleimpfropf verschlossen, der die Konsistenz eines dickflüssigen Klebers aufweist und in erster Linie immunologische und antibakterielle Wirkung hat.

Weichmachen des Gebärmutterhalses, auch als Priming bezeichnet. Aktives Vorgehen zur Geburtseinleitung/ Wehenauslösung unter Einsatz spezifischer Medikamente.

In aller Regel werden sog. Prostaglandine (PG, meist E1, E2 oder zur Abortauslösung auch F2Alpha) eingesetzt. Diese sog. Stoffwechselmediatoren sind gut geeignet, eine Geburt zu initiieren, indem der Gebärmutterhals erweicht (gesoftet) und verkürzt wird. Gleichzeitig werden durch kontraktile Wirkung auf die Gebärmuttermuskulatur Wehen erzeugt. Prostaglandine spielen auch bei der natürlichen Geburt eine entscheidende Rolle bei der Auslösung des Geburtsvorganges. Nachdem es sich hierbei um Reifungsvorgänge handelt, kann ein Zervixsoftening einige Tage in Anspruch nehmen.

aktuell hoch brisantes Thema durch Medienberichte über Kopf-Fehlbildungen (kleines Gehirn-, Schädelvolumen/ Microzephalie/ geistige Behinderungen) bei Neugeborenen von Schwangeren, die sich mit diesem Virus während der Schwangerschaft angesteckt haben.

Die bisherigen Berichte beziehen sich schwerpunktmäßig auf Brasilien. Übertragen wird das Virus über Moskitos (Aedes aegypti), eine Mückenart, die auch für die Übertragung des sog. Dengue-Fiebers verantwortlich ist. Seit knapp einem Jahr kommt es im Norden Brasilien zu einer explosionsartigen Verbreitung der Erkrankung.

vgl. Chorion; äußere Schicht der Fruchthüllen um den Embryo. Die innere Hülle wird als Amnion bezeichnet.
Das Chorion kleidet die Chorionhöhle (Fruchthöhle) aus.

 

Fetales Organscreening zwischen 19 und 22 SSW. Wird auch als Midtrimester-Screening, Organultraschall, großer Ultraschall, DEGUM- II-Schall bezeichnet. Manchmal wird diese Untersuchung fälschlich als 3-D-Schall bezeichnet.
Der Organschall ist in aller Regel ein 2-D-Schall, dreidimensionale Darstellungen sind bei bestimmten Fragestellungen mögliche und sehr gute Optionen, werden allerdings in der Routine nicht grundsätzlich eingesetzt.

Vorgehen zur Einleitung/ operativen Therapie einer Fehlgeburt nach 14. kpl. SSW, also nach Abschluss der Embryonalphase bzw. des ersten Schwangerschaftsdrittels (Trimenon). Aufgrund der Größe eines Fetus nach 14. kpl. SSW (SSL über 80 mm) ist ein einzeitiger Abort nicht mehr möglich; zunächst werden wie zur Abortinduktion üblich Prostaglandine (meist in Tablettenform oder als Vaginal-Zäpfchen) verabreicht.

Manchmal ist es nötig, die Medikamente mehrmals täglich, auch über mehrere Tage zu applizieren, Erst nach Spontanausstoßung des Feten (praktisch eine Geburt durch die Scheide) erfolgt dann in einem zweiten Arbeitsgang in Narkose die Bergung der Plazenta und eine Curettage zur Entfernung eventueller Residuen bzw. zur Blutstillung.

angeborene Fehlanlage des Zwerchfells (Diaphragma), einer dünnen kuppelartigen Muskelplatte, die den Brustkorb vom Bauchraum trennt. Das Zwerchfell hat eine wesentliche Funktion bei der Atmung und der Druckverteilung in Brustkorb (Thorax) und Bauchraum (Abdomen).

Aus bislang nicht geklärten Gründen kommt es bei ca. 1: 2.500 - 4.000 Geburten zum Auftreten eines embryologisch sehr frühzeitigen (5. SSW), meist linksseitigen Defektes (85%) und nachfolgender Verlagerung von Organen des Bauchraumes in den Brustkorb (Enterothorax).

zwei Fruchtanlagen in gleicher Schwangerschaft; nach der Hellin-Regel etwa 1:85 Schwangerschaften; wobei die Häufigkeit von Zwillingen durch heutige reproduktive Maßnahmen deutlich zugenommen hat.
Unterteilung in eineiige, erbgleiche (monozygote) und zweieiige, erbungleiche (dizygote) Zwillinge.

Monozygote Zwillinge sind gleichgeschlechtlich und stammen aus einer befruchteten Eizelle, die sich entsprechend noch einmal geteilt hat.
Findet die Teilung relativ früh statt (innerhalb der ersten drei Embryonaltage), ergeben sich dichoriote, diamniote Zwillinge, d.h. jeder Zwilling besitzt eine Plazenta und eine eigene Fruchthöhle. Manchmal sind die Plazenten auch verschmolzen (fusioniert). Diese Zwillinge sind sowohl eineiig (monozygot, 10%) als auch zweieiig (dizygot, 90%).

vgl. Feto-fetales Transfusionssyndrom (FFTS); bezeichnet den möglichen Blutaustausch zwischen monochoriaten Zwillingen, der auf arteriellen und/ oder venösen Kurzschlussverbindungen (sog. Anastomosen oder engl. shunts) kommunizierender plazentarer Gefäße beruht und deshalb nur bei solchen Zwillingen auftreten kann; betrifft etwa 15-20% aller monochorialen Zwillingsschwangerschaften).
Dieser Austausch führt im Extremfall dazu, dass ein Zwilling alles Blut, der andere kaum oder gar kein Blut mehr bekommt. Beide Zwillinge sind gesundheitlich massiv gefährdet, weil bei einem Kind eine mehr oder minder ausgeprägte Blutarmut (Donor, Anämie), beim anderen eine Kreislaufüberlastung (Akzeptor, Herzinsuffizienz) entsteht.

Klassische Chromosomenanalyse zur Bestimmung normaler bzw. auffälliger Befunde des Chromosomensatzes. Hierzu werden die sich teilenden Zellen in einer bestimmten Phase (Metaphase) festgehalten.
Die Chromosomen werden speziell gefärbt und nach Größe, Bandenmuster und weiteren Klassifikationsparametern (Denver/ Paris) geordnet.

Demobanner 1
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