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vgl. Saugglocken-Entbindung; gehört zu den vaginal-operativen Entbindungen.

In Notsituationen unter der Geburt bei vollständig eröffnetem Muttermund und dem kindlichen Kopf in Höhe der Beckenausgangsebene besteht die Möglichkeit der raschen Entwicklung des Kindes unter Zuhilfenahme einer Saugglocke. Heute gibt es neben den klassischen Vakuumextraktoren sehr handliche aber durchaus effektive Einmal-Saugglocken aus Kunststoff (als KiWi bezeichnet). Indikationen sind beispielsweise pathologisches CTG in der Austreibungsphase oder erschwerte, zögerliche Entwicklung des kindlichen Köpfchens.

Bezeichnung eines verstorbenen, langsam verschwindenden Zwillings-Fetus, der im Lauf der Schwangerschaft innerhalb der Fruchthöhle durch den lebenden Zwilling zu einem flachen, papierartigen Gebilde komprimiert wird. Auch als Fetus papyraceus oder Fetus compressus bezeichnet.

Dieses Phänomen ist nicht immer mit bloßem Auge sichtbar. Bei der Ultraschalluntersuchung in früher Schwangerschaftswoche sieht man nicht selten zwei Fruchthöhlen mit zwei Dottersäckchen aber nur einer vitalen Embryonalanlage. Inzwischen weiß man, dass diese Konstellation bei Zwillingsschwangerschaften häufiger vorkommt als bisher angenommen.

Erreger der Windpocken bzw. des Herpes-Zoster (Gürtelrose), gehört zu den Herpes-Viren (Typ 3).
Während die Windpocken direkte Folge einer Infektion mit dem Virus darstellen, tritt eine Gürtelrose als Spätfolge einer Primärinfektion mit Windpocken auf, oft Jahre oder Jahrzehnte später infolge einer sog. endogenen Reaktivierung von Antikörpern dieses Virus entlang von Nervenbahnen; meist im Zusammenhang mit einer verminderten/ geschwächten Immunität (z.B. Diabetes, Tumorerkrankung, nach Operationen, Chemo-, Strahlentherapie, altersbedingt oder auch im Zusammenhang mit Schwangerschaften, Kortisontherapie).

Windpocken-Erreger, steht auch für die Bezeichnung der Erkrankung mit Windpocken. Varizellen sind Viren der Herpes-Gruppe (Typ 3); bezogen auf die Schwangerschaft sind Windpocken nicht unproblematisch, da bei fehlender Immunität eine Infektion während der Schwangerschaft, insbesondere um den Zeitpunkt der Geburt massive Schäden beim Fetus/ Neugeborenen hervorrufen kann.

Unter Umständen kommt es zum intrauterinen Fruchttod (IUFT) oder schwerwiegenden Infektionen des Säuglings mit deutlich erhöhtem Sterberisiko. Die Feststellung der Immunität gegenüber Windpocken gehört verständlicherweise zu den ersten Kontroll-Untersuchungen in der Frühschwangerschaft.

vgl. Missed abortion oder auch verhaltene Fehlgeburt; meist in der Frühschwangerschaft zwischen 7 und 13 SSW auftretendes Ereignis mit Verlust der Schwangerschaft; der Begriff „verhalten" bezieht sich auf die fehlenden Symptome (keine Blutung, keine Schmerzen), die Diagnose ergibt sich meist zufällig bei der Vorsorgeuntersuchung im Ultraschall. Nach bisher unauffälligem Verlauf muss leider festgestellt werden, dass die Herzaktionen des Embryos nicht mehr nachzuweisen sind. Die Ursachen sind in aller Regel auf genetische Faktoren (meist Zufall) zurückzuführen, manchmal spielen Infektionen eine Rolle, selten auch die Einnahme von Medikamenten, Tabak- oder Alkoholkonsum u.a.

kontrazeptive Maßnahmen in Wochenbett und Stillzeit sind ein wichtiger Punkt, der spätestens bei der Nachuntersuchung zum Ende des Wochenbettes etwa 6 Wochen nach Entbindung thematisiert werden sollte. Oft werden den Müttern bereits bei der Entlassung aus der Klinik entsprechende Tipps mitgegeben.

Andererseits ist in den ersten Wochen nach der Entbindung Geschlechtsverkehr meist kein großes Thema für die Wöchnerinnen/ Stillenden (Wochenfluss, noch ablaufende Wundheilungsprozesse, Schmerzen, hormonelle Umstellung, Müdigkeit infolge Schlafmangel, fehlende Lust oder Gelegenheit, Fokussierung auf die Versorgung des Kindes). Nicht selten antworten stillende Mütter auf die Frage nach einer sehr sicheren Verhütungsmethode mit süffisantem Lächeln: Ein Säugling!

Bezeichnung für den speziellen Infektionsweg bei Schwangeren für Bakterien, Viren, Protozoen (Einzeller), Pilze u.a. von der Mutter über die Plazenta/ Eihäute (transplazentar) auf das Ungeborene (intrauterine Infektion), z.B. HIV-Infektion, Windpocken-Infektion und viele andere mehr.

Variante der Anonymen Geburt; ab dem 01.05.2014 neu in Kraft getretenes Gesetz zur Unterstützung von Schwangeren und Regelung der vertraulichen Geburt. In Deutschland werden pro Jahr zwischen 20 und 35 Kinder unmittelbar nach der Geburt ausgesetzt oder getötet. Deshalb erscheint es unabdingbar, möglichst allen Schwangeren ein umfassendes Hilfsangebot in psycho-sozialen Konfliktsituationen zur Verfügung zu stellen.

zwischen dem Dritttrimester-Screening und der 40. SSW (VET) ergibt sich eine Ultraschall-Lücke von immerhin 10, manchmal mehr Wochen! Wünscht sich die Schwangere nicht in dieser Zeit eine Ultraschall-Untersuchung wird lediglich alle 7-14 Tage eine CTG-Kontrolle aber keine Kontrolle des fetalen Wachstums oder der Fruchtwassermenge durchgeführt.

errechnet sich nach 1. Tag der letzten Periode + 1 Jahr + 7 Tage – 3 Monate (sog. Naegele-Regel); alternativ zu errechnen mit 40 Wochen bzw. 280 Tage nach der letzten Periode oder 38 Wochen und 266 Tage nach der Befruchtung.
Tatsächlich werden aber nicht einmal 5% der Kinder an diesem Tag geboren, deswegen sollte dieser Termin zwar so im Mutterpass dokumentiert aber nicht als fest vereinbart wie ein Termin beim Arzt betrachtet werden. Nicht wenige Frauen fixieren sich vehement auf diesen Termin und scheinen geradezu verzweifelt, wenn das Kind sich nicht zu diesem Zeitpunkt „meldet" bzw. auch nur wenige Tage später immer noch nicht geboren ist!

Demobanner 1
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