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Die Suchbegriffe sind wie in einem Lexikon in alphabetischer Reihenfolge entweder nach Eingabe in „Suchen" oder unter der jeweiligen Buchstaben-Kategorie zu finden. Die Texte zu den Begriffen differieren in ihrem Umfang teilweise erheblich. Manchmal ist nur ein Satz, gelegentlich ein kleiner Aufsatz zu lesen.

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Erste von insgesamt 10 Untersuchungen (U1-U9, J1). Sie erfolgt normalerweise innerhalb der ersten Lebensminuten durch den Geburtshelfer/ die Hebamme oder auch den Kinderarzt. Die Untersuchung umfasst die Bestimmung des APGAR-Index zur Kontrolle lebenswichtiger Funktionen wie Atmung, Puls, Grundtonus, Aussehen und Reflexmuster, der Maße wie Körperlänge, Kopf- und Schulterumfang und des Geburtsgewichts. Zudem werden die Körperöffnungen und deren Funktion sowie die Extremitäten überprüft (Finger und Zehen gezählt) und der Säugling auf mögliche Fehlbildungen untersucht.

Die zweite Untersuchung im Leben des Kindes ist eine wichtige kinderärztliche Basisuntersuchung. Sie findet zwischen dem 3. und 10. Lebenstag statt. Der Säugling wird wieder gewogen und vermessen. Es erfolgt eine nochmalige Vitamin-K-Prophylaxe. Überprüfung des Hör-Screenings (ob durchgeführt oder Auffälligkeiten). Als weitere Präventionsmaßnahmen werden Vitamin-D zur Rachitis-Prophylaxe und Fluorid zur Karies-Prophylaxe besprochen und auf Wunsch durchgeführt.

die dritte Untersuchung im Leben des Neugeborenen findet zwischen der 4. und 6. Lebenswoche statt und fällt damit noch in die Zeit des Wochenbettes, weshalb sie in diesem Zusammenhang erläutert wird, während die weiteren Untersuchungen U4 – U 11 sowie J1 und J2 definitiv in den Bereich Kinderheilkunde gehören und auf entsprechenden Webseiten abgefragt werden können.

im Rahmen einer Kinderwunschbehandlung werden u.a. die Eierstöcke (Ovarien) hormonell angeregt (Ovulationsstimulation) um genügend Eizellen zur Befruchtung zu erhalten. Bei dieser Vorgehensweise kann es zu einer sog. Überstimulation der Eibläschen an beiden Eierstöcken kommen. Man unterscheidet mehrere Phasen bzw. Schweregrade dieser Hormonstimulation (Grad I-III nach WHO; Grad 1-5 nach Golan). Neben Spannungsgefühl im Bauch bzw. mehr oder weniger starken Bauchschmerzen kann es zu Atemstörungen und Einschränkungen der Nierenunktion kommen. Oft zeigt sich eine mehr oder minder ausgeprägte Wasseransammlung im Bauch (Aszites).

Überschreitung des voraussichtlichen Entbindungstermins (VET) um mindestens 14 Tage. Bis zu diesem Zeitpunkt spricht man von einer (bis zu 13 tägigen) Terminüberschreitung.

vgl. Sonographie; heute gängiges bildgebendes, diagnostisches Verfahren, das leicht durchzuführen, verlässlich und absolut ungefährlich ist.
Ultraschalldiagnostik gibt es bereits seit den 60-er Jahren des letzten Jahrhunderts. Heute ist diese Art der Untersuchung aus der Gynäkologie und Geburtshilfe sowie anderen medizinischen Fachbereichen nicht mehr wegzudenken und wurde zwischenzeitlich durch immer modernere Ultraschallmaschinen revolutioniert.

heute fest etabliertes bildgebendes Verfahren in der Beurteilung des weiblichen Genitales (Position der Gebärmutter, Beurteilung der Schleimhaut, der Eierstöcke sowie der Gebärmutter) und der embryonalen und fetalen Befunde im Laufe der Schwangerschaft. Der frühe Ultraschall in der Schwangerschaft dient vor allem zur Beurteilung der regelhaften Fruchtanlage (intrauterine Schwangerschaft/ extrauterine Schwangerschaft) und der Beurteilung einer eventuellen Mehrlingsschwangerschaft.

vgl. Gebärmutter; früher auch als Fruchthalter bezeichnet. Der Uterus ist ein im Inneren von Schleimhaut (Endometrium) ausgekleideter Muskel, der durch sog. Mutterbänder in seiner Position im kleinen Becken fest verankert ist, dennoch sehr mobil bleibt. Der Uterus liegt hinter der Harnblase und zwischen den seitlich an der Beckenwand fixierten Eierstöcken. Ebenso seitlich wie nach hinten ist der Uterus von Teilen des Dickdarms umgeben. In regelmäßigen zeitlichen Abständen zwischen 28 und 35 Tagen findet im Normalfall eine (monatliche) hormonell bedingte Blutung statt (Menstruation).

die Gebärmutter ist ein aus den beiden Nierenknospen (rechte und linke Seite) paarig angelegtes Organ; während der Embryonalphase kann es zu Störungen der regelhaften anatomischen Entwicklung und damit zu Fehlbildungen/ Anomalien der Gebärmutter, der Eileiter sowie des Urogenitaltraktes kommen. Das bedeutet eine gewisse Assoziation von Uterus- und Nierenfehlbildungen. Oft sind diese Fehlbildungen ohne Auswirkungen auf die Gesundheit des Betroffenen, die Entdeckung verschiedener Fehlbildungen erfolgt oft zufällig. Erst bei Problemen mit der Menstruation oder unerfülltem Kinderwunsch und entsprechender Ultraschalldiagnostik werden Fehlbildungen der Gebärmutter und ggf. das Fehlen einer Niere (Nierenagenesie) erst in der Jugend- oder im frühen Erwachsenenalter entdeckt.

vgl. Uterusanomalie; Uterusfehlbildungen sind eher selten, geburtshilflich aber ein nicht ganz einfaches Thema (Abort, Blutungen, vorzeitige Wehen, Frühgeburt, Frage nach Cerclage/ Muttermundsverschluss, Geburtsmanagement Sponatangeburt vs. Sectio).

die Ruptur der Gebärmutter ist eher selten (1:10.000); im Zustand nach Kaiserschnitt ist dieses Ereignis deutlich häufiger (1:100-200). Eine Uterusruptur ereignet sich meist im Zusammenhang mit der Geburt also unter Wehen, seltener kommt es zu einem spontanen Zerreißen der Gebärmuttermuskulatur auch ohne Wehen. Ist die Muskulatur eröffnet, aber noch durch das Bauchfell (Peritoneum der Harnblase) überzogen, spricht man von einer gedeckten Ruptur.

Demobanner 1
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