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ergeben sich Anzeichen für ein Frühgeburtsrisiko bis zum Ende der 34. SSW erfolgt zur Vorbereitung/ Reifung der fetalen Lungen eine sog. RDS-Prophylaxe. Man nennt diesen Vorgang auch Induktion der Lungenreife.

Entsprechend erfolgt eine zweimalige Kortisonapplikation bei der Schwangeren (intramuskulär, i.m.) innerhalb von 24 Stunden. Situativ bedingt kann die Prophylaxe auch bereits nach 12 Stunden wiederholt werden.

Atemnotsyndrom des Neugeborenen infolge Funktionseinschränkung der kindlichen Lungen (auch als IRDS bezeichnet, Infant Respiratory Distress Syndrome). Die Ursachen sind vielfältig, häufig auf die Lungenunreife infolge Frühgeburt vor allem unterhalb bzw. weit unterhalb von 34 kpl. SSW zurückzuführen. Dadurch wird der Gasaustausch in den Alveolen (Lungenbläschen) z. T. erheblich eingeschränkt bzw. unmöglich. Folge ist die akute wie chronische Sauerstoff-Unterversorgung lebenswichtiger Organe wie Lungen selbst, Gehirn (Augen!), Leber, Nieren, Darm, Haut und Knochenmark.

vgl. fetale Wachstumsretardierung; Zurückbleiben in der Entwicklung, die sowohl somatisch (das Wachstum bzw. das Gewicht betreffend), mental (geistig) oder auch motorisch (den Bewegungsablauf betreffend) einschränkend ausgeprägt sein kann. Häufig bei Frühgeborenen, Mehrlingen, Kindern mit Syndromen, intrauterinen Infektionen, Blutdruckerkrankung (Gestose, Präeklampsie, Eklampsie) bzw. HELLP-Syndrom in der Schwangerschaft. Mentale oder motorische Entwicklungsverzögerungen werden meist erst im weiteren Entwicklungsverlauf offensichtlich und sind oft Folgen von Sauerstoffmangel während Schwangerschaft und Geburt (Asphyxie).

Blutgruppeneigenschaft. Neben der Blutgruppe stellt der Rhesusfaktor das zweite wesentliche Blutgruppenmerkmal dar. Es gibt daneben noch ein gutes Dutzend weitere Untergruppeneigenschaften, die bei Transfusionen bzw. Antikörperbildungen eine nicht unwesentliche Rolle spielen.

Schwangere mit negativem Rhesusfaktor können durch das Austragen/ die Geburt eines Kindes mit positivem Rhesusfaktor Antikörper bilden. Diese Situation wird als Rhesuskonstellation bezeichnet. Um diese Immunisierung und damit schwerwiegende Komplikationen in einer weiteren Schwangerschaft zu verhindern (Hydrops fetalis, massive fetale Anämie, Abort, intrauteriner Fruchttod) erfolgt zeitnah nach Entbindung (innerhalb 48-72 Std. postpartal) eine sog. Rhesusprophylaxe mit definierter Menge an Immunglobulin (intramuskulär/ intravenös).

zur Vermeidung einer möglichen Immunisierung einer Rhesus-negativen Schwangeren durch ein Rhesus-positives Kind erfolgt die Gabe eines Immunglobulins mit definierter Menge eines neutralisierenden Serums.

Die Prophylaxe erfolgt routinemäßig bei allen Rhesus-negativen Schwangeren während der Schwangerschaft (ca. 28 SSW/ nach negativem 2. Antikörpertest) und unmittelbar nach der Geburt.

die Schwangere mit Rhesus negativer Blutgruppeneigenschaft hat durch eine Immunisierung (Schwangerschaft mit Rhesus-positivem Kind/ Bluttransfusion) und fehlende Prophylaxe Antikörper gebildet. Diese Antikörper entsprechen meist der Immunglobulin-Klasse G, bilden ein nahezu lebenslanges immunologisches Gedächtnis und sind gut plazentagängig.

vgl. Parvo-B-19-Virus; Erreger der Ringelröteln, sog. fifth disease. Gehört zu den Erythroviren, die in erster Linie aber nicht ausschließlich die roten Blutzellen angreifen bzw. zerstören und eine Blutarmut (Anämie) verursachen. Auch weiße Blutkörperchen und Blutplättchen (Thrombozyten) können massiv abfallen. Klinisch ergeben sich selten Krankheitszeichen wie Hautrötung, Fieber, Kopfschmerzen, Gelenkbeschwerden, Leberentzündung, Milzschwellung, Durchfall und allgemeine Symptome eines grippalen Infektes.

man unterscheidet mütterliche und kindliche Risiken sowie anamnestische und befundete Risikokonstellationen. Allerdings liegt je nach Auslegung der Risikokataloge aus dem Mutterpass praktische bei jeder Schwangeren irgendwie eine Risikokonstellation vor. Nicht wenige Experten sprechen von einer Inflation Risikoschwangerer. Deshalb ist es wichtig die Risiken mit Augenmaß zu werten und zu gewichten.

häufige Virusinfektion beim Menschen. Erreger ist das Rubella-Virus. Wenn auch die begriffliche Ähnlichkeit einen Bezug mit Ringel-Röteln vermuten lässt, handelt es sich beim Röteln-Virus um eine komplett andere Virusgruppe (Togavirus) mit ebenso differenter Krankheitsmanifestation. Die Problematik ist indes ähnlich: Beide Viren haben eine nicht unerhebliche Auswirkung auf die Gesundheit des Ungeborenen. Gegen beide Viren immun zu sein, wäre natürlich ideal.

Demobanner 1
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