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Die Suchbegriffe sind wie in einem Lexikon in alphabetischer Reihenfolge entweder nach Eingabe in „Suchen" oder unter der jeweiligen Buchstaben-Kategorie zu finden. Die Texte zu den Begriffen differieren in ihrem Umfang teilweise erheblich. Manchmal ist nur ein Satz, gelegentlich ein kleiner Aufsatz zu lesen.

Viel Erfolg und Freude beim Suchen und Finden!

verzögerte oder erschwerte Darmpassage und erschwerte Stuhlausscheidung. Bei Frauen ein allgemeines, während der Schwangerschaft an Intensität eher zunehmendes und lästiges Problem. Hormonbedingt aber auch durch zunehmende Elektrolytverschiebungen und mechanische Veränderungen beeinflusste Stoffwechselsituation mit zum Teil erheblichem Beschwerdebild. Die Stuhlfrequenz liegt manchmal bei nur 1 Stuhlgang pro Woche!

Wasseransammlungen in den abhängigen Körperpartien also den Beinen, Füßen und Händen. Während der Schwangerschaft sehr häufig, da praktisch unvermeidbar. Die Ausprägung kann erheblich schwanken. Ödeme können auch im Gesicht oder um die Augen herum/ im Lidbereich auftreten, sind dann aber Zeichen für unphysiologische Entwicklungen (Bluthochdruck/ Nierenfunktion eingeschränkt/ Eiweißmangel).

geringe bzw. zu geringe Fruchtwassermenge. Nach Ultraschallkriterien liegt der Amnion-Fluid-Index unter 5 und damit unterhalb des Normbereiches.
Die Ursachen geringer oder zu geringer Fruchtwassermenge sind (vorzeitiger) Blasensprung, verminderte fetale Nierenfunktion (Nierendysplasie?) oder Obstruktionen im Uro-Genitalbereich, plazentare Insuffizienz sowie syndromale Erkrankungen. Nikotinabusus während der Schwangerschaft kann ein Oligohydramnion bedingen.

vgl. Nabelschnurbruch; eher seltene (1:2.500 Geburten) Fehlbildung mit hoher Assoziation zu Chromosomenstörungen, weiteren Anomalien und Syndromen.

Bis zur 11. SSW ist ein kleiner, unterhalb von 10 mm großer Nabelschnurbruch normal (sog. physiologsicher Nabelbruch). Danach kehrt normalerweise der Inhalt des Nabelbruchs aufgrund sich ändernder Druckverhältnisse ohne Folgen wieder in den Bauchraum zurück.

Testung zum Ausschluss/ Nachweis einer Störung der Glukose-Toleranz bzw. eines Diabetes mellitus speziell in der Schwangerschaft (Gestationsdiabetes).

Aktuell werden 2 verschiedene Tests mit 50 bzw. 75 g Glucose angeboten.
Der 50g-Test (sog. Challenge-Test) erfolgt ohne Nüchternheit. 1 Stunde nach Verabreichung der Glucose-Lösung wird aus Plasma der Glukosespiegel gemessen. Der Grenzwert liegt bei max. 135 mg/ dl. Das Verfahren ist im Grunde nicht gut geeignet, einen Diabetes in der Schwangerschaft sicher ein- bzw. auszuschließen. Die Methode wird allerdings von den Kassen bezahlt.

nach den Mutterschaftsrichtlinien findet das sog. zweite Screening (Zweittrimester-Screening) zwischen 19+0 und 21+6 SSW statt. Dieser Ultraschall wird als Organultraschall oder auch genetischer Ultraschall bezeichnet und beinhaltet neben speziellen Messungen an Kopf, Brustkorb und Oberschenkelknochen die Bestimmung der Plazentalokalisation und der Fruchtwassermenge. Hauptsächlich geht es um die Beurteilung der Organe und damit der gesamten fetalen Anatomie, die zu diesem Zeitpunkt sehr gut beurteilbar ist.

Oxytocin ist ein Wehenhormon, ein aus 9 Aminosäuren zusammengesetztes Polypeptid, ein Neuropeptid. Es fungiert sowohl als Hormon als auch als Neurotransmitter. Gebildet wird es im Gehirn (Hypothalamus nahe der Hypophyse). Nach Speicherung im Hypophysenhinterlappen wird es bei Bedarf abgegeben und entfaltet seine Wirkung am Oxytocinrezeptor der Zielzellen, z. B. an der glatten Muskulatur der Gebärmutter und löst dadurch Wehen aus. Der Name (griech.) bedeutet „leichte, rasche Geburt". Oxytocin wird deshalb effektiv zur Auslösung bzw. Unterstützung von Wehen z. B. zur Geburtseinleitung oder auch bei Wehenschwäche unter der Geburt und zur Tonisierung der Gebärmutter nach Entbindung verwendet.

Demobanner 1
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