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zweiwertiges Metall (Erdalkalimetall, 2fach positiv geladenes Ion), das im Stoffwechsel (Muskulatur/ Herz/ Darm, Nieren, Nervensystem/ Immunsystem) eine wesentliche Rolle spielt. An ungefähr 300 enzymatischen Reaktionen ist Magnesium beteiligt. Magnesium ist hinsichtlich seiner Ladung und Molekülgröße ähnlich dem Kalzium, weshalb es in entsprechender Dosierung die Wirkmechanismen des Kalziums auf die glatte Muskulatur (Skelettmuskulatur, Herzmuskelzellen) hemmen kann (sog. Kalziumantagonist).

Risiken der Schwangeren, der werdenden Mutter also. Im Mutterpass wird unter dem Risikokatalog A (anamnestische Risiken) eine nicht geringe Anzahl möglicher persönlicher Risikofaktoren aufgezählt.

Wesentliche Risiken einer Schwangeren sind in erster Linie Vorerkrankungen/ Voroperationen, welche die Schwangerschaft grundsätzlich oder zusätzlich negativ beeinflussen können. In erster Linie sind dies Erkrankungen, die das Gefäß- und Gerinnungssystem betreffen (arterieller Bluthochdruck/ Gerinnungsstörungen, Z. n. Thrombose/ Lungenembolie) und Voroperationen an der Gebärmutter (Myomentfernung/ Sectio) oder allgemein im Bauchraum.

Begriff zur Beschreibung der Kreislaufzusammenhänge zwischen Mutter und Kind und der Plazenta. Hierzu gehören sämtliche funktionell-anatomischen Beziehungen zwischen fetalem und mütterlichem Kreislauf, die über den plazentaren Kreislauf miteinander verbunden sind.

sicherlich das komplexeste und (emotional) schwierigste Kapitel im Zusammenhang mit der Schwangerschaft. Kaum eine Schwangerschaft kommt in letzter Konsequenz komplett ohne die Einnahme eines oder mehrerer Medikamente aus. Nach den Erfahrungen des Contergan-Skandals in den 1960-er Jahren ist hierzulande die Anwendung von Medikamenten während Schwangerschaft/ Stillzeit heftig umstritten und führt nicht selten zu sehr großen Diskussionen bzw. Verwirrungen.

Möglichkeit der Verringerung der Anzahl der Feten einer Mehrlingsschwangerschaft (meist Drillinge auf Zwillinge) in der frühen Fetalphase (16-19 SSW).

Der Grund ist die Vermeidung extremer Frühgeburtsrisiken und anderer spezifischer Probleme sog. höherer Mehrlinge (Drillinge, Vierlinge, Fünflinge usw.). Diese Option ist weder für die Schwangere noch für den betreuenden Frauenarzt Pflicht.

Schwangerschaftsanlage mit mehr als einem Embryo bzw. Fetus. Die Anzahl der Mehrlinge wird als Zwillinge, Drillinge, Vierlinge usw. bezeichnet. Die Häufigkeit von Mehrlingen wird nach der Hellin-Regel berechnet. Mehrlingsschwangerschaften zählen zu den Risikoschwangerschaften.
Nachdem heute zahlreiche Schwangerschaften durch Hormonstimulation bzw. künstliche Befruchtung entstehen, ist die Häufigkeit von Mehrlingen (vor allem Zwillinge und Drillinge) deutlich angestiegen.

vgl. Kindspech. Urtümlicher Begriff für den ersten Stuhl/ Darminhalt des Neugeborenen.

spezielle Gruppe/ Einheit unterschiedlicher, meist schwerwiegender syndromaler Erkrankungen infolge genetischer Defekte. Die Bezeichnung impliziert, dass bei diesen Erkrankungen nur kleine, nahezu winzige Verluste genetischer Sequenzen an einzelnen Chromosomenabschnitten bestehen, deren Fehlen allerdings in aller Regel relativ massive Auswirkungen besitzen.

nicht selten kommt es in der frühen Stillperiode zu Problemen mit der Förderung bzw. Abnahme der Muttermilch (Laktationsstörung). Entweder ist zu wenig oder auch zu viel Milch vorhanden, ggf. besteht die Gefahr eines Milchstaus und damit ein Entzündungsrisiko (Mastitis). In diesen Situationen kann eine Milchpumpe erforderlich und hilfreich sein.

vgl. Verhaltener Abort/ Fehlgeburt. Das häufigste Ereignis eines frühen Verlustes der Schwangerschaft zwischen 7 und 13 SSW. Der Embryo zeigt keine Lebenszeichen mehr, die abgestorbene Fruchtanlage verbleibt ohne äußere Anzeichen wie Schmerzen und/ oder Blutungen in der Gebärmutter.

spezielle medizinische Disziplin der Genetik, die sich mit dem Nachweis bzw. Ausschluss genetischer Defekte beschäftigt.

Zahlreiche Erkrankungen zeigen bestimmte, umschriebene Veränderungen des genetischen Codes, der dafür verantwortliche Genort kann gezielt untersucht werden. Dies ist besonders wichtig, wenn in einer Familie bereits eine Erkrankung wie z. B. ein bestimmtes Syndrom oder eine schwerwiegende Stoffwechselerkrankung aufgetreten ist (sog. Indexfall).

Fehlanlage einer Schwangerschaft mit blasiger Degeneration der Chorionzotten (sog. Blasenmole). Zählt zu den Trophoblaststörungen/ Trophoblasttumoren.

Wird auch als Mola hydatida bezeichnet. Regional sehr unterschiedliche Häufigkeitsverteilung mit ca. 1:1.250 Schwangerschaften. Gehört zu den schwangerschaftsbedingten Trophoblasterkrankungen (GTE). Diese bilden eine Gruppe seltener schwangerschaftsassoziierter Tumoren.

vgl. Turner-Syndrom; genetisches Syndrom mit Fehlen des väterlichen X-Chromosoms. Es besteht keine Abhängigkeit vom Alter der Mutter. Die Häufigkeit beträgt in der Schwangerschaft bis 12 SSW etwa 1:1.500, zum Zeitpunkt der Geburt ca. 1:4.000. Aufgrund der genetischen Störung und eventuellen Herzfehler bzw. anderer Anomalien kommt es zu einer intrauterinen Verlustrate von etwa 60%.

durch Verbrennen von getrocknetem Beifußkraut (Moxa) werden bestimmte Akupunkturpunkte erwärmt. Diese Methode wird zur Wendung eines Fetus aus Beckenendlage in Schädellage nach Angaben durchaus erfolgreich angewendet. Durch Moxibustion am Punkt BL 67 am kleinen Zeh werden vermutlich bessere Ergebnisse erzielt als durch Lagerungs- oder Wendungsmanöver wie indische Brücke oder äußere Wendung.

der Mutterpass ist eine echte Erfolgsgeschichte seit mehr als 50 Jahren. Konzipiert wurde er bereits Mitte der 60er Jahre, kurze Zeit später in der BRD eingeführt. Heute stellt der Mutterpass ein etabliertes, unverzichtbares und medizinisch unbestritten sinnvolles Instrument in der Betreuung Schwangerer dar. Als Dokument sollte ihn die Schwangere eben wie einen Pass immer bei sich tragen!

umfangreiche Sammlung von Leitlinien und Bestimmungen zur Betreuung Schwangerer. Deren Umsetzung auf höchstem, medizinischen Stand ist damit medizinisch, kassenrechtlich wie forensisch geregelt. Die aktuellen Standards finden durch die spezielle Gestaltung des Mutterpasses breite Anwendung (Deutschland/ Österreich/ Schweiz).

interessanter Wirkstoff, der bis dato scheinbar bzw. offensichtlich keine nennenswerten Nebenwirkungen aufweist.
Myo-Insoitol ist ein zyklischer Alkohol obwohl der Name eher eine Zuckerverbindung vermuten lässt. Die Anzahl der verschiedenen Atome (Summenformel) ist der von Fruktose bzw. Glucose identisch. Inositol wurde deshalb fälschlicherweise als Muskelzucker bezeichnet.

Myome zählen zu den häufigsten gutartigen Raumforderungen der Gebärmutter. Nach dem 40. Lebensjahr finden sich bei fast jeder 2. Frau eines oder mehrere Myome.

Obwohl es zahlreiche Veröffentlichungen zu diesem häufigen gynäkologischen Phänomen gibt, ist die Behandlung aufgrund fehlender Vorhersage des biologischen Verhaltens von Myomen sehr unbefriedigend. Leider neigen Myome selbst nach operativer Entfernung zum Rezidiv, sie kommen einfach wieder.

Demobanner 1
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