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Milchbildung; unter dem Einfluss von Hormonen der Plazenta (humanes Plazentalactogen (HPL), Steroidhormone), Prolaktin, Relaxin, Thyroxin und Insulin erfolgt in der weiblichen Brustdrüse die Vorbereitung der Milchbildung (Lactogenese) und der Milchsekretion (Galaktogenese), die durch das Anlegen des Säuglings initiiert, dann reflexartig aufrechterhalten wird.

Ausbleiben der Regelblutung während der Stillzeit durch den physiologisch hohen Spiegel des Stillhormons Prolaktin (hyperprolactinämische Amenorrhoe).
Vorsicht: Das Ausbleiben der Regelblutung ist kein Beweis für einen fehlenden Eisprung. Die Aktivität der Eierstöcke ist davon häufig unabhängig, so dass es nicht selten auch während der Stillzeit zu einer erneuten Schwangerschaft kommen kann. Stillen ist keine erfolgreiche Verhütungsmethode!

vgl. Abstillen; Hemmung der Milchbildung; durch unterschiedliche Maßnahmen wie Medikamente, lokale Kälteanwendung an der Brust, Verringern der täglichen Trinkmenge bzw. Verwendung bestimmter Tees (Salbei, Pfefferminze), seltenerem Anlegen des Kindes kann die Milchbildung reduziert und schließlich beendet werden.

die Lebensfähigkeit eines ungeborenen Kindes beginnt in der Fetalphase ab mindestens 22 bzw. 23 kpl. Schwangerschaftswochen und ist in erster Linie abhängig von der Reife der Lungen bzw. der Ausbildung und Reifungszustand der Lungenbläschen (Alveolen). Ohne diese Lungenstrukturen ist eine Beatmung bzw. ein Gasaustausch nicht oder nur erschwert möglich. Bei dauerhaft fehlender oder nur ungenügender Sauerstoffversorgung werden lebenswichtige Organe wie das Gehirn, die Nieren oder der Magen-Darm-Trakt nicht ausreichend versorgt. Dadurch kommt es zu möglicherweise massiven, irreparablen Schädigungen dieser zentralen Organe aber auch anderer Organstrukturen mit der Folge bleibender Beeinträchtigung oder sogar Versterben des Kindes.

geburtshilfliche Handgriffe zur Untersuchung der Lagebeziehungen bzw. des Höhenstandes des Kindes im Uterus; bekannt sind 4, bzw. unter Einbeziehung des sog. Zangemeister-Handgriffs 5 manuelle Untersuchungsgriffe:
1. Fundusstand (Höhenstand der Gebärmutter: Schwangerschaftswoche/ Kindsgröße), 2. Stellung des kindlichen Rückens, 3. Beurteilung des vorangehenden Teils (Kindslage/ Größe des vorangehenden Teils/ Eintritt in das Becken), 4. Höhenstand, 5. Verhältnis zwischen vorangehendem Kindsteil und Beckengröße (Geburtsfortschritt/ vaginale Geburt vs. Kaiserschnitt).

Meist in Form einer einseitigen Lippenspalte (51% der Spaltbildungen). Häufige Fehlbildung mit einer Inzidenz von etwa 1: 700 bis 1: 1.000 und erheblicher ethnischer und geographischer Verteilungsvarianz.
Diese Fehlbildung zeigt eine nicht seltene Assoziation mit weiteren Anomalien bzw. Syndromen sowie genetischen Veränderungen (z.B. Trisomie 13Trisomie 18 und Trisomie 21). Das Auftreten ist sehr variabel: einseitig, beidseitig, großer Defekt in der Mittellinie mit oder ohne Beteiligung des Gaumens oder des Kiefers. Die Lippenspalte wird zunehmend bereits intrauterin durch Ultraschalldiagnostik entdeckt (gut 60%).

die Zeitspanne nach der Geburt, wird auch als Wochenbett bezeichnet; die Lochiaphase beginnt mit der vollständigen Geburt der Plazenta (Plazentaphase), wodurch die letzte Phase der Geburt definitionsgemäß abgeschlossen wird.
Diese Phase ist geprägt von Rückbildungsvorgängen der Gebärmutter (sog. Involution), Heilungsprozessen (Plazentabett/ mögliche Geburtsverletzungen/ Narbenbildung nach Kaiserschnitt bzw. Dammschnitt), Veränderungen im Hormon-sowie dem Wasser- und Elektolythaushalt und insbesondere der Blutgerinnung. Zudem beginnt die Stillperiode (Laktation).

Wochenflussverhalt durch verzögerte Rückbildung der Gebärmutter (auch Involutionsstörung oder Subinvolutio uteri genannt). Meist durch mangelnde Kontraktionsfähigkeit der Gebärmutter oder Plazenta- und/oder Eihautreste bedingt. Stillen, Bewegung und ggf. Gebärmutter-tonisierende Medikamente unterstützen die Kontraktionsfähigkeit. Die Gefahr besteht in einer Infektion des Uterus (Endo-Myometritis), die entsprechend mit Antibiotika behandelt werden muss.
Ggf. ist eine Ausschabung (Curettage) therapeutisch erforderlich.

vgl. Wochenfluss; in der Phase der ersten 6 – 8 Wochen nach der Geburt auch als Puerperium (lat. für Kindbett) oder Postpartalphase bezeichnet auftretend. Das Wochenbett beginnt mit der vollständigen Geburt der Plazenta (Plazentaphase), wodurch die letzte Phase der Geburt definitionsgemäß abgeschlossen wird.
Das Wochenbett ist geprägt von Rückbildungsvorgängen der Gebärmutter (sog. Involution), Heilungsprozessen (Plazentabett/ mögliche Geburtsverletzungen/ Narbenbildung nach Kaiserschnitt bzw. Dammschnitt), Veränderungen im Hormon- sowie dem Wasser- und Elektolythaushalt und insbesondere der Blutgerinnung. Zudem beginnt die Stillperiode (Laktation).

vgl. Syphilis; durch Bakterien (Treponemen/ Spirochäten) verursachte, sexuell übertragbare Erkrankung. Eigentlich in Mitteleuropa inzwischen seltene Genitalinfektion, die allerdings durch zunehmende Migration aus Ostasien, Afrika und Osteuropa wieder mehr Bedeutung auch in Deutschland erfahren hat. Wird nach der Hauterscheinung der Primärinfektion auch als harter Schanker (Ulkus durum) bezeichnet. Die Erkrankung wird ausschließlich durch Geschlechtsverkehr übertragen. Kondome sind hierbei die einzig wirksame Prophylaxe!

Nachdem die Sauerstoffversorgung des gesamten Organismus (vor allem Gehirn, Magen-Darm-Trakt, Leber, Nieren) nach der Geburt von einer normalen Lungenfunktion abhängt, kommt der Lungenreife eines Neugeborenen zentrale Bedeutung zu. Physiologisch gilt die Reifung der fetalen Lunge nach 34 kpl. SSW als weitestgehend abgeschlossen. Ein Frühgeborenes mit 34 Wochen Tragzeit weist demnach nur selten schwerwiegende oder lang anhaltende Komplikationen aufgrund einer Lungenunreife auf.

die Reife der fetalen Lungen besteht physiologisch nach 34. kpl. SSW. Kommt es vorher zur Geburt kann dies zur Ausbildung eines sog. IRDS (infant respiratory distress syndrome) des Neugeborenen/ Frühgeborenen führen, wodurch eine mehr oder weniger ausgeprägte Lungenfunktionsstörung resultiert.
Die Lunge bzw. deren Funktionsreife ist ein entscheidender Faktor hinsichtlich der Physiologie/ Entwicklung weiterer Organsysteme wie Gehirn, Leber, Nieren, Magen-Darm-Trakt sowie Knochenmark und Immunsystem.

Autoimmunerkrankung mit Beteiligung der Haut (kutaner L. e.) oder innerer Organe (systemischer L. e.) mit entzündlichen Veränderungen an Gelenken (Arthritis), Blutgefäßen (Vaskulitis), der Nieren, der Lungen, des Herzens und anderer Organe.
In der Schwangerschaft kommt es häufig zu einer Verschlechterung der Symptome mit Veränderungen des Gerinnungssystems und damit zu erhöhter Thromboseneigung.

Demobanner 1
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