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spezielle Form des Kaiserschnitts nach dem zeitgenössischen australischen Geburtshelfer Fisk als „Kaisergeburt nach Fisk" benannt. Bei der Entwicklung des Kindes wird die sterile OP-Abdeckung vorsichtig so weit entfernt, dass die in Regionalanästhesie befindliche Mutter und der im Operationssaal anwesende Kindsvater den Geburtsvorgang ihres Kindes durch Kaiserschnitt „live" sehen können.
Es sieht so aus als würde das Kind durch die Bauchdecke geboren werden - deshalb der Begriff Kaisergeburt.

Schnittentbindung, auch Sectio, Sectio caesarea oder abdominelle bzw. operative Entbindung genannt. Heute ein zentraler Begriff der Geburtsmedizin. Der Kaiserschnitt zählt inzwischen zum häufigsten Bauchchirurgischen Eingriff weltweit (etwa 35 Millionen Eingriffe pro Jahr!). Durchschnittlich wird jedes 3. Kind per Kaiserschnitt entbunden.
In manchen Metropolen dieser Welt liegt die Kaiserschnittrate bei fast 90%! Nicht nur deshalb wird der Kaiserschnitt durchaus emotional diskutiert.
Die Zunahme des Kaiserschnittes ist auf mehrere Phänomene zurückzuführen.

auch als CTS bezeichnet. Schmerzhafte Sensationen im Bereich einer oder beider Innenseiten der Hände (Hohlhand/ Carpus) in der Schwangerschaft, teilweise auch noch während des Wochenbettes auftretend.
Durch Wassereinlagerungen kommt es zu einer Kompression des Sehnenfaches der Handinnenseiten (Beugeseite). Dieser anatomisch enge Bezirk wird auch als Karpaltunnel bezeichnet. Durch diesen Tunnel verlaufen die Beugesehnen der Handmuskulatur inklusive des versorgenden sensiblen und motorischen Nerven (N. medianus).

Bestimmung des Karyotyps, d.h. der genetischen Merkmale eines Individuums. Hiermit ist die Bestimmung des Chromosomensatzes und der Geschlechtschromosomen gemeint.
In aller Regel erfolgt die Analyse bei bestimmten Fragestellungen z.B. bei kindlichen Auffälligkeiten oder Befunden bzw. anamnestischen Daten, die eine mögliche Chromosomenstörung nahelegen. Die Untersuchung erfolgt entweder durch eine Chorionzottenbiopsie oder eine Amniozentese (Fruchtwasserpunktion).
Die Karyotypisierung beider Eltern bildet einen wesentlichen Baustein für eine genetische Beratung bei unerfülltem Kinderwunsch oder wiederholten Aborten (chronisch rezidivierter Abort/ habitueller Abort).

Blutergussbildung infolge des Geburtsvorgangs nämlich durch Blutungen unter der Knochenhaut der Schädelknochen (subperiostale Blutungen); relativ häufig.
Die Blutungen bedürfen meist keiner Therapie. Manchmal kommt es blutungsbedingt zu einem Anstieg des Bilirubins. Selten können kleinere Verkalkungen entstehen, die sich aber im Verlauf des ersten Lebensjahres resorbieren.

Davon abzugrenzen ist die häufigere Geburtsgeschwulst. Dabei handelt es sich um einen oberflächlichen Bluterguss zwischen Kopfhaut und darunter befindlicher Sehnenhaut (Galea aponeurotica), der die Schädelnähte überschreitet, also gut verschiebbar ist.

Familienplanung, Kinderwunsch bzw. die Erfüllung des Kinderwunsches nimmt aktuell einen enorm hohen Stellenwert innerhalb unserer Gesellschaft ein. Während es bei manchen Paaren ein „Kinderspiel" zu sein scheint, bedeutet die Verwirklichung bei anderen Paaren eine große, belastende und z.T. zeitlich und finanziell massiv aufwändige Herausforderung.
Mehr als 1 Million Paare sind in Deutschland von Sterilität betroffen, d.h. auf natürliche Weise tritt dauerhaft keine Schwangerschaft ein. Wichtig ist in diesem Zusammenhang die frühe Diagnostik zur Klärung der Ursachen, die zu gleichen Teilen Frauen wie Männer betreffen (40% weibliche Sterilität, 40% männliche Sterilität, 20 % beide).

bei der Verwirklichung des Kinderwunsches bzw. auf Dauer unerfülltem Kinderwunsch entstehen nicht selten schwierige interaktive Situationen und Konstellationen bei dem betroffenen Paar sowie den begleitenden Ärzten.

Gelegentlich kommt regelrecht Stress auf, der einer „entspannten“ Erfüllung des Kinderwunsches massiv entgegenwirkt. Der Begriff Entspannung muss im Zusammenhang reproduktiver Maßnahmen ohnehin relativiert werden, denn mit Entspannung haben die erforderlichen medizinischen Prozeduren in der Regel nicht viel zu tun.

Grundsätzlich bewegt sich bereits der Embryo nach 8 bis 9 SSW. Bei der Ultraschalluntersuchung sind die z.T. sehr intensiven, reflexartigen Bewegungsmuster gut zu beobachten. Spürbar werden die fetalen Bewegungen erst ab etwa 20 SSW. Die meiste Zeit seines intrauterinen Lebens ruht bzw. schläft der Fetus (knapp 90%), ist aber in diesen Phasen nicht immer komplett bewegungslos. Ab etwa 24 SSW entwickeln Feten eine Art Tagesrhythmus, d.h. sie zeigen zu bestimmten Zeiten Muster von Ruhe- bzw. Aktivitätsphasen.

Die Kindslage bezeichnet die räumliche Ausrichtung des Kindes im Verhältnis zur Längsachse der Gebärmutter und die Beziehung des kindlichen Kopfes zum unteren Uterinsegment.
Daraus ergeben sich grundsätzlich zwei (bis drei) Situationen: die Längslage, die Schräglage und die Querlage, wobei eine Schräglage auch als Querlage bezeichnet wird. Die Längslage wiederum kennt zwei Möglichkeiten: die Kopflage (Schädellage) oder die Steißlage (Beckenendlage).

vgl. Mekonium. Urtümlicher Begriff für den ersten Stuhl/ Darminhalt des Neugeborenen.

Vormilch. Erste, sehr fetthaltige, nährstoff- und vitaminreiche Milch, die im Zuge der Laktation z.T. bereits während der Schwangerschaft gebildet wird.
Mengenmäßig wird diese zwar in nur geringem Umfang produziert, ist aber für das Kind extrem nahrhaft.

Sollte eine Schwangere einen Schwangerschaftsabbruch (Abruptio) nach der sog. Fristenlösung (soziale Indikation bis zur 14 SSW nach LP oder 12 SSW nach Konzeption) in Erwägung ziehen, ist mindestens zwei Tage vor dem geplanten Eingriff von einer dafür autorisierten Beratungsstelle eine psycho-soziale Beratung durchzuführen.
Die Schwangere kann sich zu diesem Termin alleine oder in Begleitung vorstellen. Die Beratung wird ergebnisoffen durchgeführt und dokumentiert, eine entsprechende Beratungsbescheinigung wird ausgestellt.

physiologische Längslage des Kindes, bei welcher der Kopf die Führungsposition übernimmt; häufiger als Schädellage (SL) bezeichnet; sehr häufig (ca. 94% der Kindslagen unter der Geburt); die seltenere Variante der Längslage ist die Beckenendlage oder Steißlage (ca. 5%).

Handgriff zur Unterstützung der Wehen und der Bauchpresse unter der Geburt zur Entwicklung des kindlichen Köpfchens bzw. des Steißes; hierzu wird mit einer oder beiden Händen Druck auf den oberen Pol der Gebärmutter (Fundus uteri) in Längsrichtung auf das kleine Becken zu ausgeübt.

Der Kristeller-Handgriff (auch Kristeller-Manöver genannt) ist nicht ganz unumstritten, nachdem bei fehlerhafter Anwendung Verletzungen bei der Schwangeren (Rippenfrakturen, Leber-, Milz und Uterusverletzungen) beschrieben sind.

Demobanner 1
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