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Die Suchbegriffe sind wie in einem Lexikon in alphabetischer Reihenfolge entweder nach Eingabe in „Suchen" oder unter der jeweiligen Buchstaben-Kategorie zu finden. Die Texte zu den Begriffen differieren in ihrem Umfang teilweise erheblich. Manchmal ist nur ein Satz, gelegentlich ein kleiner Aufsatz zu lesen.

Viel Erfolg und Freude beim Suchen und Finden!

Einnistung der befruchteten Eizelle. Auch Nidation genannt. Physiologisch findet die Einnistung 96 – 120 Stunden (4-5 Tage) nach Befruchtung in der Gebärmutterschleimhaut meist im Bereich der Hinterwand der Gebärmutter statt. Störungen der Implantation bedingen Abortschwangerschaften, gelegentlich besteht bei wiederholten Abortschwangerschaften ein sog. Implantationsversagen, das meist immunologische Ursachen hat (chronisch rezidivierter Abort).

bleibt der Kinderwunsch auch nach mehrfachen Versuchen mit künstlicher Befruchtung unerfüllt, kann die Ursache in einer beeinträchtigten Implantation liegen. Bei manchen Paaren ist die sog. embryonale Verlustrate deutlich erhöht. Zahlreiche Faktoren sind zumindest theoretisch bekannt, therapeutische Ansätze immer noch limitiert.
Man weiß heute, dass die Embryonenqualität entscheidenden Einfluss auf die Implantation bzw. den Implantationserfolg ausübt.

IVF gehört zu den seit nunmehr über 30 Jahren etablierten Maßnahmen der sog. künstlichen Befruchtung (besser: normale Befruchtung an künstlichem Ort). Wird zu den ART (artefizielle reproduktive Therapie) gerechnet.

Spezielle Körperübung ab etwa 32 kpl. SSW zur Wendung einer Beckenendlage (Steißlage) in eine Kopflage (Schädellage). Die Methode ist höchst umstritten und empirisch relativ unwirksam. Für die Schwangere ist die Übung sehr anstrengend, wenig entspannend und verursacht mitunter Bauchschmerzen und Übelkeit. Medizinisch weder sinnvoll noch ratsam!

unterschiedliche Leistungen im Gesundheitswesen, die von den gesetzlichen Krankenkassen grundsätzlich meist nicht, von den Privaten Versicherern gelegentlich übernommen werden.

Es empfiehlt sich, vor Inanspruchnahme von z. T. kostenintensiven Untersuchungen bei der jeweiligen Krankenkasse eine eventuell auch teilweise Übernahme der Kosten zu erfragen. Wie der Begriff nahe legt, gestaltet sich die Handhabung äußerst individuell. Die Leistungen sind meist im Ultraschall- und Laborbereich angesiedelt.

Größere Anzahl serologischer Untersuchungen zum Einschluss/ Ausschluss von Infektionserkrankungen während der Schwangerschaft, die potentiell auf das Kind übertragen werden können (Emryopathien/ Fetopathien).

Schwangerschaftsunterbrechung im Sinne von Schwangerschaftsabbruch. Der Begriff ist missverständlich und unpräzise, weil eine Unterbrechung die Fortsetzung (der Schwangerschaft) nach einer gewissen Zeit nahe legen würde, was definitiv nicht zutrifft. Wird gelegentlich noch parallel zum Begriff der Abruptio verwendet.

gehört zu den Maßnahmen zur Behandlung der (männlichen) Sterilität bzw. den artefiziellen Reproduktionstechniken (ART). Spermium und Eizelle werden nach entsprechender Stimulation, Gewinnung und Vorbereitung zusammengebracht, das Spermium wird dabei mit einer Spezialpipette direkt in die Eizelle transferiert (injiziert).

Infektionen, die in der Schwangerschaft von der Mutter auf das Kind übertragen werden können. Dabei kann es zu Schädigungen des Kindes mit Entwicklung von sog. Embryopathien bzw. Fetopathien kommen. Liegen Hinweise auf eine Infektionserkrankung der Schwangeren vor, sollten entsprechende Tests auf für das Kind gefährliche Viren, Bakterien bzw. Protozoen erfolgen. Heute erfolgt dies standardisiert über die sog. Infektionsserologie.

Versterben des Kindes im Mutterleib im Bereich der vermuteten Lebensfähigkeit (ab etwa 24 SSW). Wiegt das im Mutterleib verstorbene Kind unter 500 g spricht man von einer Fehlgeburt (Spätabort).
Nach dem Personenstandsgesetzt ist ein intrauteriner Fruchttod definiert als ein Kind, das unabhängig von der Schwangerschaftswoche mindestens 500 g wiegt und keine Vitalzeichen unter oder nach der Geburt gezeigt hat.

Spirale, engl. intrauterine device (IUD). Es kommt immer wieder vor, dass eine Schwangerschaft sich trotz liegendem Intrauterinpessar einnistet. Es spielt dabei keine Rolle, ob es sich um eine Kupfer- oder Hormonspirale handelt.

Pränataldiagnostische Methoden, bei denen zur Untersuchung des Kindes Instrumente direkt in die Fruchthöhle oder die Plazenta eingeführt werden wie Fruchtwasserpunktion (Amniozentese) oder Chorionzottenbiopsie (CVS).
Dabei kann es zu Verletzungen der Eihaut oder des Chorions, folglich zum Blasensprung bzw. zu Infektionen oder Blutungen kommen.

seltene, lebensbedrohliche Situation (ca. 1:10.000 Geburten), bei der die Gebärmutter praktisch in sich umgestülpt wird. Eine Inversio uteri ereignet sich häufiger nach Geburten großer Kinder, bei Mehrlingsentbindungen oder langen Geburtsverläufen mit entsprechend verminderter Kontraktionspotenz der Gebärmutter.

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