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Viel Erfolg und Freude beim Suchen und Finden!

wichtiger Aspekt im Zusammenhang mit der Umsetzung des Wunsches, mit seinem Partner eine Familie zu gründen und gemeinsame Kinder zu haben.

Wesentlich ist in der heutigen Zeit das Timing bzw. die gemeinsame Erstellung eines Fahrplans vor dem Hintergrund persönlicher, beruflicher und finanzieller Entwicklungen. Bei der Familienplanung geht es hauptsächlich um Kinderwunsch, Schwangerschaft und Geburt aber auch um das Thema Verhütung.

infektiöse Komplikation bei einer Fehlgeburt, die entweder durch genitale Infekte bei der Schwangeren oder nach operativen Interventionen in der Schwangerschaft (Ausschabung/ Curettage/ Schwangerschaftsabbruch, Chorionzottenbiopsie, Amniozentese, Cordozentese) entstehen können.

Hierbei spielen meist Bakterien wie Staphylokokken und Streptokokken und viele andere Keime mehr eine Rolle (Mischinfektionen möglich). Die gefährlichste Situation ist in diesem Zusammenhang eine generalisierte Infektion der Schwangeren (Sepsis!!), die unter Umständen auch tödlich verlaufen kann.

vgl. Anomalie; Abweichung von der normalen Anatomie.
Entweder einzeln (isoliert), assoziiert mit anderen Fehlbildungen oder mit unterschiedlichen anderen Symptomen/ Anomalien im Rahmen eines Syndroms auftretend. Isoliert auftretende Anomalien wie Herzfehler, Nierenfehlbildungen, Hirnfehlbildungen oder Skelettdysplasien sind sehr häufig (betreffen ca. 1% aller Neugeborenen). Assoziationen und Syndrome können eine Vielzahl von verschiedenen Fehlbildungen aufweisen.

Krankheitseinheit, die aus mehreren Symptomen besteht.
Es existieren zahlreiche Syndrome, deren eigentliche Ursachen bzw. Auslösefaktoren nicht bekannt sind. Mehr als 6000 Syndrome sind beschrieben. Viele davon sind nicht genetisch bedingt. Zu den bekanntesten und häufigsten genetischen Syndromen zählt das Down-Syndrom (Trisomie 21), das durch ein zusätzliches Chromosom bedingt ist (demnach dreimal statt zweimal vorhandenes Chromosom 21). Nicht immer müssen alle Symptome, die in einem Syndrom-Lexikon für einen Syndrom-Komplex vorliegen, zutreffen. Auch Syndrome zeigen eine gewisse Varianz an Symptomen.

Zahlreiche Fehlbildungen sind während der Schwangerschaft durch eine Ultraschalluntersuchung zu erkennen.
Nicht immer werden diese erkannt bzw. richtig eingeordnet (Syndrom, genetisches Syndrom, Prognose/ Lebensfähigkeit!), sofern die Abklärung nicht gezielt und durch qualifizierte Untersucher erfolgt.

Zeigt sich im Ultraschall eine Auffälligkeit sollte nach entsprechender Aufklärung und Einverständnis der Schwangeren eine differenzierte Pränataldiagnostik/ Feindiagnostik durch entsprechend qualifizierte Ultraschallexperten erfolgen.

körpereigener Mechanismus unter der Geburt zur Unterstützung der Wehentätigkeit durch reflektorische Freisetzung des Wehenhormons Qxytocin aus dem Zwischenhirn nach Dehnungsreiz am Gebärmutterhals.

Dieser Vorgang wird ausgelöst infolge Aufdehnung des unteren Unterinsegments durch den vorangehenden Kindsteil (meist Kopf/ selten Steiß). Es gibt Hinweise, dass die Anwendung einer Periduralanästhesie (PDA) diesen Reflex unterbindet oder zumindest abschwächt. Es wird immer wieder berichtet, dass eine PDA die Geburtsdynamik bremsen kann.

während der Fetalperiode kommt es unter bestimmten Voraussetzungen zu einer Prägung des Kindes, die nachgeburtlich zum Auftreten unterschiedlicher Erkrankungen führen kann.

Bekannt ist seit längerem ein Zusammenhang zwischen niedrigem Geburtsgewicht und im späteren Leben gehäuftem Auftreten von Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Diabetes mellitus, Autoimmunkrankheiten aber auch psychiatrischen Krankheiten und Krebsleiden (z. B. Brustkrebs).

Bestimmung des fetalen Blutgasstatus unter der Geburt; auch als Mikroblutanalyse oder MBU bezeichnet.
Wichtiges Hilfsmittel zum Abgleich von auffälligen bzw. suspekten CTG-Mustern unter der Geburt. Man gewinnt minimale Blutmengen aus dem Kopf (sog. Skalpblut) selten auch aus dem Steiß des Kindes. Die Blutanalyse erlaubt eine Beurteilung hinsichtlich Sauerstoffgehalt (Oxygenierung), pH-Wert und CO2-Konzentration (Azidose/ Übersäuerung), Baseexcess (respiratorisch, metabolische Veränderungen) sowie Laktatgehalt.

seit vielen Jahren bestehende Spezialdisziplin innerhalb der Pränatalmedizin, die bestimmte chirurgische Operationen bereits im Mutterleib (intrauterin) ermöglicht.

Beispiele für fetale Operationen sind Eingriffe an der Aortenklappe, Deckung von Defekten bei Spina bifida (offener Rücken), die Einlage von Kathetern in Nierenbecken und Harnblase bei Abflussstörungen aus dem Urogenitaltrakt, künstlicher vorübergehender Verschluss der Luftröhre (Tracheal-Okklusion) bei Zwerchfelldefekten zur Anregung der Lungenwachstums und der Lungenreife, Beseitigung von Gefäßkurzschlüssen bei Zwillingsschwangerschaften (Laserkoagulation) oder fetale Bluttransfusionen (Cordozentese). Solche Operationen sind natürlich nur in hoch-spezialisierten Zentren möglich.

zur Behandlung einer intrauterinen Blutarmut (Anämie) meist infolge von Infektionen (Parvo-B-19-Infektion, Ringelröteln) oder einer Rhesusunverträglichkeit (Rhesusinkompatibilität).
Die Transfusion erfolgt ab etwa 18 SSW über die Punktion der Nabelschnur (Cordozentese). Zunächst wird die Nabelvene unter Ultraschallsicht punktiert, dann wird eine geringe Blutmenge zur Bestimmung des fetalen Hämoglobinspiegels (Hb-Wert) entnommen.

Bezeichnung für einen für das Schwangerschaftsalter zu großen Fetus.
Die Ultraschallmessungen (Biometrie) ergeben ein Wachstum oberhalb der oberen Normwerte (sog. 2-s-Bereich, 95. Perzentile). Der Fetus ist damit nicht nur groß sondern zu groß.

Entweder ist die Schwangerschaft falsch datiert, d.h. das Gestationsalter ist zu niedrig angesetzt. Es sollte zunächst eine Überprüfung des Entbindungstermins anhand einer verlässlichen SSL-Messung zwischen 11 und 12 SSW erfolgen.

Phase nach der Embryonalentwicklung/ Embryonalphase ab der 14. SSW bis zur Geburt des Kindes.
In der Fetalphase wächst und reift das Kind und erreicht ab der 24. SSW die Phase der Lebensfähigkeit. Nach 34 kpl. SSW ist der Fetus vor allem infolge der dann meist abgeschlossenen Lungenreife soweit für das extrauterine Leben angepasst, dass ab diesem Zeitpunkt auch bei vorzeitiger Entbindung keine allzu großen Anpassungsprobleme (Herz-Kreislauf-System/ Atmung/ Nieren- und Leberfunktion/ Blutbildung/ Thermoregulation) zu erwarten sind. Das soll nicht bedeuten, dass eine Frühgeburt nach 34 SSW wünschenswert wäre!

vgl. Zwillingstransfusionssyndrom; Verschiebung von Blutvolumina über gemeinsame Blutgefäße (sog. Shunts) bei bestimmten Zwillingskonstellationen.

Das Feto-fetales Transfusionssyndrom ist nur möglich bei sog. monochoriaten bzw. monoamnioten Zwillingen. Diese Zwillinge besitzen eine gemeinsame Plazentaanlage mit möglichen Gefäßkurzschlüssen (sog. Anastomosen). Diese Kurzschlüsse oder engl. Shunts führen unter bestimmten Bedingungen zu Volumenverschiebungen, die entweder zu einer zu geringen oder einer zu großen Blutversorgung bei den Zwillingen und damit zu erheblichen Kreislaufproblemen führen (Anämie beim sog. Donor/ Kreislaufüberlastung beim sog. Akzeptor).

vgl. Diabetes-Fetopathie; Auswirkung einer unerkannten oder nicht ausreichend therapierten diabetischen Stoffwechsellage auf den Fetus.

Bei längerfristig erhöhten Blutzuckerspiegeln der Schwangeren (Gestationsdiabetes, vorbestehender Diabetes Typ I, II) geht der Zucker im Prinzip völlig ungehindert via Plazenta in den fetalen Kreislauf über. Der Fetus entwickelt als Folge der erhöhten Blutzuckerkonzentration eine gesteigerte Insulinproduktion (Hyperinsulinismus).

Erkrankung bzw. Entwicklungsstörung des Fetus; Folge einer Erkrankung während der Fetalphase, d. h. nach der Embryonalphase bis zur Geburt.
Schädliche Einwirkungen auf den Fetus erfolgen durch Infektionen (meist Viren, Bakterien oder Einzeller wie Röteln, Windpocken, Herpes-Viren, Lues-Erreger, Listerien, Toxoplasmen u. a.), Alkohol, metabolische Erkrankungen (Gestationsdiabetes), Antikörperbildung (Rhesusunverträglichkeit) oder auch Medikamente.

Bekannt sind spezifische Fetopathien durch Alkohol (Alkohol-Fetopathie, Fetopathia alcoholica, fetales Alkoholsyndrom, FAS), Röteln (Röteln-Embryopathie, Gregg-Syndrom) oder durch Diabetes in der Schwangerschaft (Fetopathia diabetica).

Tötung des Fetus im Zuge eines Schwangerschaftsabbruches aus medizinischer Indikation.

Nach Erreichen der Lebensfähigkeit mit etwa 22 SSW wird im Zusammenhang mit einem medizinisch indizierten Schwangerschaftsabbruch aus ethischen aber auch medizinischen Erwägungen vor Aborteinleitung (Abortinduktion) die Tötung des Fetus vorgenommen. Gleiches erfolgt bei sog. Mehrlingsreduktion (z.B. Drillinge auf Zwillinge) zu einem früheren Zeitpunkt (meist bereits nach 15-16 SSW).

Bezeichnung des ungeborenen Kindes nach Beendigung der Embryonalphase ab der 14. SSW gerechnet nach der letzten Menstruation; im Gegensatz zum Embryo erreicht der Fetus (auch Foetus genannt) die Lebensfähigkeit ab etwa 23/ 24 kompletten SSW.

Bezeichnung eines verstorbenen Zwillings-Fetus, der im Zuge der Schwangerschaft innerhalb der Fruchthöhle durch den lebenden Zwilling zu einem flachen, papierartigen Gebilde komprimiert wird.

Auch als Vanishing Twin oder Fetus compressus bezeichnet. Dieses Phänomen ist nicht immer mit bloßem Auge sichtbar. Bei der Ultraschalluntersuchung in früher Schwangerschaftswoche sieht man nicht selten zwei Fruchthöhlen mit zwei Dottersäckchen aber nur einer vitalen Embryonalanlage.

Test zur Einschätzung des Frühgeburtsrisikos. Der Nachweis von fetalem Fibronektin, einem körpereigenem Klebstoff vergleichbar, signalisiert das erhöhte Risiko für eine Frühgeburt. Fibronektin verbindet die Eihaut mit der Dezidua. Kommt es zu einer Veränderung dieser Schichten (z. B. bei vorzeitigem Blasensprung, vorzeitiger Wehentätigkeit) wird Fibronektin freigesetzt. Dieses kann in einem normalen Vaginalabstrich mittels eines Schnelltest nach wenigen Minuten nachgewiesen werden.

Schnelltest bei der Chromosomenanalyse aus Fruchtwasser (Amniozentese); hierzu werden bestimmte Markersonden für die Chromosomen 21, 13, 18 sowie das X- und das Y-Chromosom eingesetzt, um die Chromosomensituation innerhalb 24-48 Stunden nach Punktion für die wesentlichen und häufigen Chromosomenveränderungen zu beurteilen und frühzeitig Abweichungen vom normalen Chromosomensatz ein- oder auszuschließen. Die Methode ist seit langem etabliert, sehr sicher und verlässlich.

Folsäure und Folate zählen zu den wasserlöslichen B-Vitaminen; sie spielen im Zusammenhang mit Zellteilung und Wachstumsprozessen eine wesentliche Rolle. Beim Erwachsenen führt ein Folsäuremangel zu Blutarmut (Anämie), Verdauungsproblemen und Schleimhautveränderungen.
Beim Ungeborenen kann ein fehlender Schluss des Neuralrohres und damit eine Spina bifida (aperta) mit nachfolgendem Hydrozephalus (Stau von Gehirnwasser) auftreten. Problematisch ist das frühe Auftreten dieser möglichen Entwicklungsstörung bereits in der 6. SSW, also zu einem Zeitpunkt, zu dem die Frau häufig noch gar nicht weiß, dass sie schwanger ist; die Folsäurezufuhr kommt dann oft zu spät.

hoch dosierte Folsäure-Applikation vor und während der Schwangerschaft mit 4 mg/ Tag. Wird dann empfohlen, wenn in einer vorangehenden Schwangerschaft ein Neuralrohrdefekt (Spina bifida/ Anenzephalus) aufgetreten ist.

vorgeburtlich physiologische, offene Verbindung zwischen den beiden Vorhöfen des Herzens. Wird auch als Kurzschluss oder Shunt bezeichnet, der dazu dient, das sauerstoffreiche Blut auf direktem Weg in den embryonalen/ fetalen Kreislauf unter Umgehung des Lungenkreislaufs zu leiten. Die Passage durch die Lungenarterien würde aufgrund der Druckverhältnisse (hoher Widerstand der fetalen Lungenstrombahn) und der fehlenden Sauerstoffaufnahme durch die fetalen Lungen wenig Sinn machen.

vgl. Zangengeburt; vaginal-operative Entbindung unter Verwendung einer Geburtszange (z.B. nach Naegele, sog. Naegele-Zange). In Notsituationen unter der Geburt bei vollständig eröffnetem Muttermund und dem kindlichen Kopf in Höhe der Beckenausgangsebene besteht die Möglichkeit der raschen Entwicklung des Kindes unter Zuhilfenahme einer Geburtszange. Indikationen sind beispielsweise pathologisches CTG in der Austreibungsphase (AP) oder erschwerte, zögerliche Entwicklung des kindlichen Köpfchens.

vgl. Eihaut, Amnionhülle; umgibt als dünne, durchscheinende aber straffe Membran den Embryo/ Fetus und enthält das Fruchtwasser; Lebensraum des Ungeborenen.

Dient als Schutz gegenüber Verlust des Fruchtwassers, Infektionen und Wärmeverlust. Unter Wehentätigkeit bzw. der Geburt reißen die Eihäute ein (Blasensprung). Manchmal eröffnet man die Fruchtblase gezielt (Amniotomie) um einen Geburtsfortschritt zu erzielen oder diagnostische Schritte einzuleiten (Beurteilung der Farbe Fruchtwassers, Mikroblutuntersuchung (MBU).

ab der 5. SSW im Ultraschall sichtbares Schwangerschaftskorrelat und somit erstes sonographisches Anzeichen einer Schwangerschaft.

Die Fruchthöhle stellt sich in aller Regel als gut abgrenzbares (schwarzes, wassergefülltes), rundes Gebilde dar. Um die Fruchthöhle bildet sich meist ein heller (echoreicher) Randsaum, der die Chorionhöhle scharf gegenüber der umgebenden Gebärmutterschleimhaut abgrenzt. Dottersack und Embryo selbst sind meist erst ab 6-7 SSW eindeutig erkennbar.

vgl. Intrauteriner Fruchttod (IUFT); vorgeburtliches Versterben des Fetus nach Erreichen der Lebensfähigkeit ab der 24. SSW.

Im weitesten Sinne handelt es sich um einen (plötzlichen) Kindstod, der sich vor der Geburt ereignet. Ursachen sind fetale Erkrankungen als Folge von Nabelschnur- oder Plazentaproblemen, Anomalien, Syndromen, Infektionen oder immunologischen Prozessen. Auch nach mütterlichen Komplikationen wie Gerinnungsstörungen oder Blutdruckveränderungen kann es zu einem intrauterinen Fruchttod kommen.

füllt die Amnionhöhle aus; ab etwa 5 SSW ist der Embryo komplett von Fruchtwasser umgeben. Die Menge nimmt von etwa 30 ml nach 10 SSW bis auf maximal 800 - 1000ml nach 36 SSW zu.
Die Fruchtwassermenge nimmt zum Geburtstermin hin innerhalb gewisser Grenzen ab. Das Fruchtwasser wird initial über die Eihäute, die Haut des Kindes und die Plazenta, nach 15-16 SSW fast ausschließlich über die fetalen Nieren gebildet, entspricht also überwiegend fetalem Urin. Das Aussehen des Fruchtwassers ist demnach bernsteinfarben (klar gelblich).

Maß zur Einschätzung der Fruchtwassermenge; die Einschätzung der Fruchtwassermenge ist mitunter nicht einfach und unterliegt nicht selten einer starken Subjektivität. Zudem variiert die Fruchtwassermenge in Abhängigkeit des Schwangerschaftsalters. Leider werden den Schwangeren nicht selten Aussagen wie „ein bisschen wenig", „ein bisschen viel" mitgegeben. Diese Aussagen sind unwissenschaftlich und bedürfen sofern es sich um nennenswerte Veränderungen handelt einer exakteren Beschreibung bzw. Einordnung in physiologisch bzw. pathologisch.

vgl. Amnion-Fluid-Instillation (AFI); Instillation von Fruchtwasserersatz über die Punktion der Fruchthöhle (wie bei einer Amniozentese/ Fruchtwasserpunktion).

In seltenen Fällen liegt bereits in früher Schwangerschaftswoche (z. B. vor 20 SSW) ein Oligohydramnion/ Anhydramnion vor. In diesen Situationen ist es diagnostisch sinnvoll, eine Fruchtwasserauffüllung mit auf Körpertemperatur angewärmten Lösungen (z. B. Ringerlösung oder physiologischer Kochsalzlösung) durchzuführen.

seltene, meist tödlich verlaufende Komplikation einer Geburt. Tritt meist unmittelbar peripartal, häufig nach Kaiserschnitten auf.

Mit einer Häufigkeit von etwa 1: 60-80.000 Schwangerschaften ist eine Fruchtwasserembolie extrem selten. Das klinische Bild entspricht dem einer allergischen, anaphylaktischen Schockreaktion mit Herz-Kreislauf-Versagen und Atemnot. Nicht selten treten Krampfanfälle auf. Nachfolgend kommt es zu einer massiven Gerinnungsstörung mit Verbrauch von Gerinnungsfaktoren, die Betroffenen versterben dadurch oft rasch.

nach objektiven bzw. subjektiven Maßstäben vorgenommene Beurteilung des Fruchtwassers.
Die Fruchtwassermenge variiert in der Schwangerschaft erheblich. Bis 34 SSW nimmt sie kontinuierlich zu. Sie beträgt nach 10 SSW etwa 30 ml. Die maximale Menge ist nach etwa 36 SSW mit 800 bis 1.000 ml erreicht. Bis zur Geburt nimmt die Fruchtwassermenge dann physiologisch bis auf 500 – 800 ml ab.

Die Fruchtwassermenge kann Hinweise auf Störungen der fetalen Entwicklung (Wachstum/ Plazentainsuffizienz), Integrität der Fruchthöhle (Blasensprung, Infektionen) oder Anomalien sowie funktionelle Störungen geben (fetale Nierenfunktion/ Gestationsdiabetes).

vgl. Amniozentese; Technik der invasiven Diagnostik mit Punktion der Fruchthöhle über die Bauchdecke und Entnahme geringer Mengen von Fruchtwasser (ca. 10 - 15ml) in aller Regel ab 15/0 SSW.

In einer Kultur der Amnionzellen werden die Chromosomen des Kindes analysiert (Karyotypisierung). Sie dient in aller Regel dem Ausschluss bzw. dem Nachweis von Chromosomenstörungen (Aberrationen/ Anomalien).
Die Kulturdauer beträgt etwa 14 Tage.

Ein sog. Schnelltest (Fluoreszenz-in-situ-Hybridisierung, FISH-Test) erbringt innerhalb 24 bis max. 48 Stunden ein durchaus verlässliches, vorläufiges Ergebnis und berücksichtigt in aller Regel nur Chromosomen zur Bestimmung häufiger bzw. schwerwiegender Syndrome wie Chromosom 13, 18, 21 sowie die Geschlechtschromosomen (Gonosomen) X und Y.

Fehlgeburt nach 7 bis 14 SSW. Abortschwangerschaft; durchaus häufiges Ereignis. In jeder Schwangerschaft besteht eine statistische Verlustrate von ca. 20%. Es wird sogar davon ausgegangen, dass die Abortrate kumulativ gesehen, das heißt bei Berücksichtigung aller Schwangerschaften im Leben einer Frau, bei weit über 50% liegt. Es ist bekannt, dass von 100 befruchteten Eizellen lediglich 30 zum Ergebnis Lebendgeburt führen, entsprechend einer Verlustrate von 70%!

Fruchtwasserpunktion (Amniozentese) vor 15 kpl. SSW.
Aufgrund der in diesem Zeitraum zwischen 14 und 16 SSW erhöhten Komplikationsrate mit deutlich mehr frühen vorzeitigen Blasensprüngen und nachfolgendem Verlust der Schwangerschaft hat man diese Methode verlassen. Zudem hat sich die nicht-invasive pränatale Testung (NIPT) zur Detektion syndromaler Erkrankungen wie dem Down-Syndrom (Trisomie 21) mehr und mehr durchgesetzt, die Anzahl von Amniozentesen hat sich generell um etwa 90 % reduziert!

Fehlgeburt bis 7 SSW. Abortschwangerschaft; sehr häufiges Ereignis.
In jeder Schwangerschaft besteht eine statistische Verlustrate von ca. 20%. Es wird sogar davon ausgegangen, dass die Abortrate kumulativ gesehen, das heißt bei Berücksichtigung aller Schwangerschaften im Leben einer Frau, bei weit über 50% liegt. Es ist bekannt, dass von 100 befruchteten Eizellen lediglich 30 zum Ergebnis Lebendgeburt führen, entsprechend einer Verlustrate von 70%!

Bezeichnung für eine Geburt vor 37 kpl. SSW oder weniger als 260 Tage Tragzeit (gerechnet nach letzter Menstruation). Frühgeburten machen etwa 7 % aller Geburten aus.

Die Zahl der Frühgeburten ist in Europa bzw. Deutschland trotz aller Maßnahmen zur Vermeidung von Frühgeburten in den letzten 25 Jahren relativ konstant geblieben. Tendenziell steigt die Rate der Frühgeburten vor allem der sehr kleinen Frühgeborenen (unter 1.000g Geburtsgewicht also unter 28 SSW) an.

Einflussfaktor(en) für eine Geburt vor 37 kpl. SSW bzw. weniger als 260 Tagen Tragzeit (nach letzter Menstruation).
Die häufigsten Ursachen für eine Frühgeburt und damit Risikofaktoren ersten Grades sind feto-maternale Pathologien wie Infektionen, Plazentakomplikationen, fetale Erkrankungen (Anomalien/ Wachstumsretardierung/ Syndrome), Uterusanomalien (Myome, Uterus subseptus, septus), vorzeitige Wehen, vorzeitiger Blasensprung, Mehrlingsschwangerschaft und Alter der Schwangeren über 35 Jahre.

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