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Virus aus der Gruppe der Herpes-Viren, HHV Typ IV; Erreger des Pfeifferschen-Drüsenfiebers; gynäkologisch durchaus interessantes Virus, weil häufig in sog. Fibroadenomen der Brustdrüsen nachweisbar. Das Virus gilt auch als potentiell krebserregend (onkogen), nachdem es in Lymphomen bzw. in bösartigen Tumoren des Nasenrachenraumes und am Kehlkopf vor allem in Asien nachzuweisen ist. Bei Brustkrebspatientinnen, die EBV positiv sind, kann die Wirkung von Zytostatika (z.B. sog. Taxane) verändert sein.

vgl. Trisomie 18; Chromosomenstörung mit dreifach angelegtem Chromosom 18 basierend auf einer Genommutation, deren Risiko mit zunehmendem Alter der Schwangeren stark ansteigt. Die durchschnittliche Häufigkeit beträgt 1:2500 Schwangerschaften, bei einer 40-Jährigen ergibt sich eine Wahrscheinlichkeit von 1:180. Nach dem Down-Syndrom ist dieses Syndrom die zweithäufigste Form der Trisomie.

vgl. Amnion, Schafshaut; dünne Membran, welche die Fruchthöhle umschließt.

Dessen innere Epithelschicht bildet anfänglich die Amnionflüssigkeit (Fruchtwasser). Das Amnion formt eine schützende, hoch flexible Membran um den Embryo und erhält im gesamten Verlauf der Schwangerschaft die Umgebung für den Embryo/ Fetus konstant (Flüssigkeitsmenge, Temperatur, Druck, Schutz gegenüber Infektionen).

Bei Störungen kann es zu Infektion des Amnions und/ oder einer Ruptur kommen (Blasensprung). Dadurch ist eine Infektion des Fetus (Amnioninfektions-Syndrom) oder eine Frühgeburt möglich. Durch sog. Amnionstränge/ Amnionbänder können Abschnürungen kindlicher Extremitäten mit Skelettfehlbildungen (Dysmelien) bedingt sein.

vgl. Tubargravidität; oft nicht ganz zutreffend als Bauchhöhlenschwangerschaft bezeichnet. Etwa 2% aller Schwangerschaften nisten sich nicht regelhaft in der Gebärmutterschleimhaut sondern in anderen Bereichen des inneren Genitales ein. Meist geschieht dies im Eileiter manchmal auch am Eierstock selten im Bereich des Gebärmutterhalses (Zervikalschwangerschaft, hoch gefährlich!) oder in der Gebärmuttermuskulatur. Eine nicht am richtigen Ort eingenisteten Schwangerschaft wird als ektope Schwangerschaft bezeichnet.

im Sinne von Einleitung der Geburt; meist medikamentöse Maßnahmen zur Auslösung von Wehen; vgl. Geburtseinleitung

Bezeichnung für die zeitlich in einem Vorgang durchgeführte Ausschabung nach medikamentösem Softening des Gebärmutterhalses (sog. Zervixpriming) zur operativen Behandlung einer Abortschwangerschaft (in aller Regel in der Frühschwangerschaft bis maximal 13 SSW).

Eisen ist der zentrale Baustein des Hämoglobins also des roten Blutfarbstoffs. Ein Eisenmangel führt über kurz oder lang zu einer Blutarmut (Anämie). Exakter wäre es zu sagen: Eisenmangel bedingt eine Eisenmangelanämie, nachdem es zahlreiche Ursachen für eine Anämie gibt. Die häufigste allerdings ist die durch Eisenmangel bedinge Anämie. Dies gilt auch für die Situation in der Schwangerschaft.

Krampfanfall im Zusammenhang mit einer Blutdruckerhöhung in der Schwangerschaft. Der Krampfanfall oder eklamptische Anfall entspricht der Maximalvariante der Symptomatik bei Gestose/ Präeklampsie bzw. HELLP-Syndrom.

Eine Eklampsie ist lebensbedrohlich für Mutter und/ oder Kind. Nicht selten kommt es dabei auch zu einer vorzeitigen Plazentalösung. Die Letalität für Mutter und Kind ist beträchtlich sofern der Krampfanfall nicht medikamentös (Benzodiazepine wie Clonazepam bzw. Diazepam) unterbrochen wird. Im freien Intervall und nach Stabilisierung der Schwangeren erfolgt die rasche Entbindung per Kaiserschnitt (Sectio).

Bezeichnung für das aus der befruchteten Eizelle (Zygote) hervorgegangene (menschliche) Wesen, das sich unter normalen Umständen in der Gebärmutterschleimhaut einnistet (Nidation). Man spricht vom Zeitpunkt der Befruchtung bis zur vollendeten 12. SSW von einem Embryo (Embryonalphase), danach von einem Fetus (Fetalphase).

Zeitraum von der Fruchtanlage bis zum Ende der ersten 12 SSW, auch als erstes Drittel oder erstes Trimenon der Schwangerschaft bezeichnet. vgl. Embryo.

Erbrechen/ Übelkeit/ Schwindel/ Kreislaufprobleme in der Schwangerschaft; in unterschiedlichen Schweregraden auftretendes häufiges Begleitsymptom vor allem während der Frühschwangerschaft.
Betrifft fast die Hälfte aller Schwangeren; grundsätzlich physiologische Reaktion auf die Schwangerschaft infolge endokrinologischer (hormoneller), neurovegetativer und psychosozialer Veränderungen. Die genauen Ursachen sind nicht geklärt.

die Endometriose ist ein komplexes Krankheitsbild. Sie betrifft etwa 10 % aller Frauen im gebärfähigen Alter. Die Ursachen sind durchaus umfangreich und bis heute noch nicht gänzlich geklärt. Östrogene spielen offenbar eine zentrale Rolle (Hormonerkrankung). Nach der Menopause wird eine Endometriose praktisch nicht mehr gesehen, nachdem die Östrogenproduktion natürlicherweise abnimmt.

mechanische Manipulation der Gebärmutterschleimhaut (Endometrium) zur Verbesserung der Einnistung (Nidation/ Implantation) des Embryos.
Die lokale Maßnahme im Zyklus vor einer ovariellen Stimulation soll eine verbesserte Rezeptorsituation und Immunlage in der Gebärmutterschleimhaut schaffen, wodurch die Implantationsrate gesteigert werden kann. Die Datenlage lässt noch keine generelle Empfehlung dieser Methode zu, kann aber bei Paaren mit wiederholtem Implantationsversagen eine gute Option darstellen.

Vorgang/ Ergebnis der Geburt eines Kindes; wenn man es ganz genau nehmen wollte, beschreibt der Begriff Entbindung im Gegensatz zur Geburt (Spontangeburt) ein passives Gebären: die Frau wird von ihrem Kind entbunden durch z.B. Kaiserschnitt oder die Geburt erfolgt durch Vakuum-Extraktion (VE) oder mittels Zange (Forceps-Entbindung).

in der heutigen Zeit finden Geburten/ Entbindungen sehr häufig in speziell für Geburtshilfe spezialisierten Kliniken statt. Die Wahl der Entbindungsklinik hat nicht selten eine wesentliche Bedeutung für die werdenden Eltern. In der Tat spielt diese Entscheidung für manches Kind, für manche Geburt oder Entbindung zuweilen erst im Nachhinein eine durchaus lebensentscheidende Rolle.

im Prinzip kennt man 3 Arten der Entbindung: die vaginale Spontangeburt (aus Kopflage/ aus Beckenendlage nach Thiessen), die vaginal-operative Entbindung (Vakuumextraktion/ Forcepsentbindung/ vaginale Entwicklung aus Beckenendlage) und die Kaiserschnitt-Entbindung.

vgl. voraussichtlicher Entbindungstermin, VET; der nach der sog. Naegele-Regel nach dem 1. Tag der letzten Menstruation berechnete Geburtstermin. Anhand der ersten Ultraschalluntersuchung mit Messung der Scheitel-Steiß-Länge (SSL) wird dieser Termin nochmals abgeglichen und ggf. korrigiert.
Die Genauigkeit der Berechnung des VET hat sich dadurch deutlich verbessern lassen. Allerdings werden nach wie vor die meisten Kinder nicht am errechneten Termin geboren (gerade einmal 5 %!!).

Bezeichnung für eine bestimmte Form der Blutdruckerhöhung (Hypertonie, engl. Hypertension) in der Schwangerschaft (Gestose) mit Entwicklung von Ödemen (engl. Edema) und Nierenveränderungen mit Eiweißausscheidung (Proteinurie).

vgl. Dammschnitt, Scheiden-Damm-Schnitt oder einfach Epi genannt.
Beim sog. Einschneiden des kindlichen Köpfchens wird mit einer speziellen Schere ausgehend vom hinteren Scheideneingang entweder zur Seite (mediolaterale Episiotomie) oder mittig entlang des Dammes (mediane Episiotomie) ein Schnitt angelegt.

initiale Phase der Geburt in aller Regel unter Wehen mit Weitung des Muttermundes bis zu dessen Vollständigkeit von ca. 10 cm.
Diese Phase erfolgt (meist) unter den sog. Eröffnungswehen. Nach vollständiger Aufweitung des MM gilt die Eröffnungsphase als abgeschlossen. Die sog. Pressphase schließt sich an. Die Dauer der Eröffnungsphase kann sehr variabel sein.

 

auch als Nackentransparenzmessung, NT-Messung oder als „NT" bezeichnet.
Nicht-invasive Methode zur Beurteilung der fetalen Anatomie hinsichtlich möglicher Hinweise auf syndromale genetische Erkrankungen.
Diese mittlerweile gut etablierte Untersuchung dient der statistischen Risiko-Abschätzung des Einflusses des mütterlichen Alters hinsichtlich chromosomaler bzw. syndromaler Erkrankungen (z.B. Down-Syndrom, Trisomie 21) bzw. möglicher Anomalien bei einem Embryo/ Fetus (z. B. Herzfehler).

engl. ex utero intrapartum treatment. Bezeichnung für das Management unter der Geburt (intrapartales Management) zum Handling und der Minimierung zu erwartender Problemsituationen unter oder unmittelbar nach der Geburt, die aufgrund bekannter fetaler Erkrankung/ Anomalie/ Mehrlingskomplikation zu erwarten sind.

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