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häutig gedeckte, muskuläre Gewebebrücke zwischen Scheide und Darmausgang (Anus), bildet einen wesentlichen Anteil des Beckenbodens und schließt den Beckenboden (Diaphragma pelvis) praktisch oberflächlich ab.

Geburtsverletzung unterschiedlichen Ausmaßes (Grad I-IV) meist im Sinne eines Scheiden-Damm-Risses. Einteilung je nach Schweregrad bzw. Ausdehnung.
Grad I und II betreffen Scheide und Damm (Perineum) inklusive der Muskulatur des Beckenbodens (meist M. bulbospongiosus und M. ischiocavernosus) Ist in der Regel relativ einfach durch Naht in örtlicher Betäubung (Lokalanästhesie) zu versorgen.

vgl. Episiotomie; eigentlich Scheiden-Dammschnitt; Einschneiden von Scheide und Damm zur Erweiterung der Durchtrittsstelle des vorangehenden kindlichen Teiles (Kopf/ Steiß). Der Schnitt erfolgt mittels steriler Schere mit definierter Schnittführung von der Mittellinie des hinteren Scheideneinganges entweder zur Seite (mediolaterale Episiotomie) oder weiter entlang der Mittellinie am Damm in Richtung des Schließmuskels (mediane Episiotomie).

speziell ausgebildete Schicht der Gebärmutterschleimhaut (Endometrium) nach Eintritt einer Schwangerschaft; überzieht je nach Phase der Schwangerschaft das eingenistete Ei, trennt die Uterusmuskulatur vom Eipol bzw. kleidet die Gebärmutterhöhle aus. Wird nach der Entbindung mit der Plazenta und den Eihäuten abgestoßen.

häufige Erkrankung des Zuckerstoffwechsels mit Störung des Insulinhaushaltes und des Fettstoffwechsels; Folge ist die ständige Erhöhung des Blutzuckerspiegels (Hyperglykämie) mit z. T. erheblichen Auswirkungen auf den gesamten Stoffwechsel, den Hormonhaushalt sowie das Gefäß- und Immunsystem. Häufig kommt es zu Organveränderungen z. B. in Nieren, Augen, Leber, Bauchspeicheldrüse, Darm, Haut u. a.

vgl. Fetopathia diabetica; Auswirkung einer unerkannten oder nicht ausreichend therapierten diabetischen Stoffwechsellage auf den Fetus.

Bei längerfristig erhöhten Blutzuckerspiegeln der Schwangeren (Gestationsdiabetes, vorbestehender Diabetes Typ I, II) geht der Zucker im Prinzip völlig ungehindert via Plazenta in den fetalen Kreislauf über. Der Fetus entwickelt als Folge der erhöhten Blutzuckerkonzentration eine gesteigerte Insulinproduktion (Hyperinsulinismus).

spezielle Ultraschallanwendung zur Beurteilung von Flussprofilen in arteriellen und venösen Blutgefäßen; spielt heute in der Schwangerschaft eine zentrale Rolle bei der Beurteilung des fetalen Zustands bei Wachstumsbeeinträchtigung (somatische Retardierung) und Verminderung der Fruchtwassermenge, Beurteilung der plazentaren Reserve bei mütterlichem Bluthochdruck in der Schwangerschaft (Gestose, Präeklampsie, Eklampsie, HELLP-Syndrom) sowie bei der Abklärung des Verdachts/ Therapie einer fetalen Blutarmut (intrauterine Anämie) z. B. nach Parvovirus-B-19-Infektionen.

embryologische Struktur, die sich ab dem 8. Tag der embryonalen Entwicklung als wassergefülltes Bläschen aus bestimmten Zellen der Blastozyste (frühe embryonale Zellen) bildet (sog. primärer Dottersack, DS).

Testung auf zwei spezielle Labor-Parameter im mütterlichen Blut zur vorgeburtlichen Diagnostik (Pränataldiagnostik). Ähnlich auch Triple-Test, Quadruple-Test, Integriertes bzw. Sequentielles Screening. Die beiden Laborwerte, die hierbei aus dem mütterlichen Blut bestimmt werden, sind das beta-HCG (sog. free beta) und das AFP (alpha-Feto-Protein).

vgl. Trisomie 21; häufigstes genetisches Syndrom des Menschen mit zahlenmäßiger Veränderung des Chromosomensatzes (Chromosom 21 ist drei mal statt 2 mal vorhanden, 47 statt 46 Chromosomen im Chromosomensatz), das mit einer erstaunlichen Menge an körperlichen Veränderungen, Intelligenzbeeinträchtigung und Immundefekten einhergeht. Die Symptome sind in Auftreten und Ausprägung enorm variabel. Sehr häufig bestehen Herzfehler sowie Darm- und Nierenfehlbildungen. Es gibt allerdings Kinder mit Down-Syndrom, die keinerlei anatomische Anomalien aufweisen.

Drillingsschwangerschaften sind selten; nach der Hellin-Regel liegt die Häufigkeit bei 1:852, d.h. unter 7225 Schwangerschaften findet sich eine Drillings-Schwangerschaft. Drillingsschwangerschaften sind vor allem wegen des erheblichen Frühgeburtsrisikos nicht unproblematisch; deswegen können Drillinge sofern erforderlich und zur Verbesserung der Überlebens- und Langzeitprognose auf Zwillinge reduziert werden (sog. Mehrlingsreduktion).

Nach den Mutterschaftsrichtlinien vorgesehene Ultraschalluntersuchung zwischen 29 und 32 SSW. sog. drittes Screening.

Zu diesem Zeitpunkt erfolgt die Kontrolle der fetalen Lage, der Biometrie und damit eine Größen- und Gewichtsschätzung. Ferner wird die Fruchtwassermenge beurteilt und die Plazentastruktur und deren Beziehung zum inneren Muttermund überprüft (Ausschluss Plazenta praevia).

arterieller Gefäßkurzschluss im fetalen Kreislauf; zwischen den großen Arterien (Aorta/ Pulmonalarterie) besteht ein Kurzschluss (Shunt), der das sauerstoffreiche Blut unter Umgehung der Lungen direkt in den großen Kreislauf führt. Ein Umweg über die Lungen wäre nicht sinnvoll, da im Mutterleib keine Lungenatmung stattfindet. Zudem sind die Lungen mit Wasser gefüllt, der Druck entsprechend hoch. Der Ductus arteriosus ist ein auf arterieller Ebene bestehender Umgehungskreislauf, der sich aufgrund der sich verändernden Druckverhältnisse unter Sauerstoffaufnahme aus den Lungen wenige Stunden bis Tage nach der Geburt spontan verschließt.

venöser Gefäßkurzschluss im fetalen Kreislauf; das sauerstoffreiche Nabelschnurblut, das über die Nabelvene in den kindlichen Kreislauf gelangt, wird durch einen entsprechenden Gefäßkurzschluss auf kürzestem Wege direkt zum Herzen des Feten gepumpt (rechter Vorhof) ohne Umweg über den Pfortaderkreislauf (Portalvenen) oder die untere Hohlvene (V. cava inferior). Verschließt sich nach der Geburt durch die sich ändernden Kreislauf- und Sauerstoffverhältnisse spontan innerhalb der ersten Lebenstage.

Demobanner 1
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