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Die Suchbegriffe sind wie in einem Lexikon in alphabetischer Reihenfolge entweder nach Eingabe in „Suchen" oder unter der jeweiligen Buchstaben-Kategorie zu finden. Die Texte zu den Begriffen differieren in ihrem Umfang teilweise erheblich. Manchmal ist nur ein Satz, gelegentlich ein kleiner Aufsatz zu lesen.

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Aufzeichnung der kindlichen Herzaktionen (Cardio) und der Wehen (Toko) sowie der Kindsbewegungen (Kinematogramm); wird ab 20 kpl. SSW als Tokogramm eingesetzt zur Abklärung vorzeitiger Wehentätigkeit.
Ab 27 kpl. SSW werden gemäß Mutterschaftsrichtlinien bis zur Geburt des Kindes routinemäßig in definierten zeitlichen Abständen CTG-Kontrollen durchgeführt. Unter der Geburt wird das Kind je nach Wehentätigkeit und Geburtsphase sowie möglicher Auffälligkeiten engmaschig und langstreckig mittels CTG überwacht
Das CTG ist damit ein besonders wichtiges Hilfsmittel in der fetalen Überwachung um fetales Wohlbefinden zu bestätigen oder pathologische Situationen zu entdecken bzw. auszuschließen.

auch Zerklage; Verschluss des Gebärmutterhalses zur Therapie einer Zervixinsuffizienz. Ziel ist das Herstellen eines ausreichenden, suffizienten Gebärmutterhalsverschlusses und damit das Minimieren des Frühgeburtsrisikos bzw. des Spätabortgeschehens.
Nachdem die Datenlage sehr unbefriedigend ist, wird die Indikation zur Zerklage eher selten gestellt. Gründe zu deren Durchführung könnten sein: Z. n. Spätabort, Z. n. Konisation (Operation am Gebärmutterhals mit nachfolgender Verschlussschwäche), Mehrlingsschwangerschaft und ggf. Vorliegen einer Plazenta praevia. Der Eingriff kann ab 14+0 SSW durchgeführt werden.

wird zur Geburtseinleitung (cervical ripening, Zervixreifung) eingesetzt; dabei wird ein Katheter aus weichem Kunststoff über den Zervixkanal in das untere Uterinsegment eingeführt. Ein am Ende des Katheters befindliches Reservoir (Ballon) wird mit Kochsalzlösung gefüllt und für mehrere Stunden belassen; dadurch soll erreicht werden, dass sich die Zervix auflockert und verkürzt (Reifung) und letztlich Wehentätigkeit ausgelöst.
Die Geburt wird damit eingeleitet; ggf. wird dieses Verfahren durch die gleichzeitige Gabe Prostaglandin-haltiger Medikamente (z. B. Misoprostol) unterstützt.

sind Bakterien, die sich streng intrazellulär vermehren. Etwa 5% aller Frauen im gebärfähigen Alter weisen Chlamydieninfektionen auf. Die Bedeutung der sexuell übertragbaren Keime liegt in der bevorzugten Infektion des uro-genitalen Systems bei Mann und Frau, die Schwierigkeit des Nachweises und deren geburtsmedizinische Relevanz. Zudem sind Chlamydien nicht selten Ursache weiblicher oder männlicher Sterilität.

Infektion des Chorions und des Amnions, d.h. die Zottenhaut und die Eihaut sind gleichzeitig infektiös-entzündlich verändert. Meist im Zusammenhang mit einem Amnioninfektions-Syndrom (AIS). Häufig bedingt durch Bakterien, Viren oder auch Protozoen (Einzeller wie Toxoplasma Gondii), die über die Scheide (Vaginitis) und den Gebärmutterhalsbereich (Zervicitis) in das Innere der Gebärmutter aufsteigen.
Kommt es weiterhin zu einem Durchdringen des Amnions, wird auch der Embryo/ der Fetus infiziert. Häufige Ursache für vorzeitige Wehen, vorzeitigen Blasensprung, Frühgeburt und leider auch Versterben des Kindes.

Zottenhaut, äußere Schicht der Fruchthüllen um den Embryo. Die innere Hülle wird als Amnion bezeichnet. Das Chorion kleidet die Chorionhöhle (Fruchthöhle) aus.

die beiden um den Embryo gebildeten Hüllen bilden zum Ende des ersten Drittels eine einzige Schicht; vorher sind sie im Ultraschall gut getrennt darstellbar. Dieses Phänomen bezeichnet man als Chorion-Amnion-Dissoziation; der dazwischen liegende Raum wird als Zölomhöhle bezeichnet.
Die Verschmelzung der beiden Blätter signalisiert das Ende der Embryonalphase. Die Verschmelzung spielt eine Rolle im Zusammenhang mit der Durchführung einer Fruchtwasseruntersuchung: Sind noch beide Blätter sichtbar, würde man die Amniozentese verschieben, weil das Risiko eines Blasensprungs deutlich höher liegt.

die häufigsten Krebserkrankungen im Zusammenhang mit einer Schwangerschaft sind sog. Gestationsbedingte Trophoblasterkrankungen (GTE). Dazu zählen die Blasenmole und das Chorionkarzinom.
Die Häufigkeit wird weltweit regional sehr variierend mit 1:150 bis 1:1500 angegeben. Die meisten betroffenen Frauen sind entweder sehr jung (unter 20 a) oder über 40 Jahre alt. Solche Tumorerkrankungen können selten nach einer normalen Schwangerschaft, öfter nach einer Abortschwangerschaft oder auch nach einer Eileiterschwangerschaft auftreten.

engl. Chorionic Villi Sampling; sehr früher Baustein der Pränataldiagnostik mit Gewinnung von Chorionzotten aus dem Plazentabett zur Bestimmung des embryonalen Chromosomenbefundes; dient letztlich zum Ausschluss bzw. Nachweis von Chromosomenstörungen.
Diese Untersuchung ist bereits ab der 11. SSW und damit sehr frühzeitig möglich.

zahlenmäßige (numerische) und/ oder strukturelle Veränderungen der Chromosomen und damit des Genmaterials. Basierend auf diesen Störungen kommt es zum Auftreten von Syndromen (wie das Down Syndrom/ Trisomie 21) sowie einer Vielzahl von Erkrankungen mit unterschiedlichsten Fehlbildungen, Störungen der Organanlagen oder -funktion bzw. des Stoffwechsels. Ursachen sind Einflussfaktoren wie zufällige Störungen der Zellteilung/ Reifeteilung (Mitose/ Meiose), genetische Disposition, familiäre Erkrankungen, ionisierende Strahlung sowie Medikamente.

Programm zur Prophylaxe schwangerschaftsbedingter Zahnerkrankungen wie Parodontose (Zahnfleischschwund), Parodontitis (Zahnfleischentzündung) und Karies (Zahnschmelzdefekt). Dies wurde in den neu aufgelegten Mutterpass aufgenommen und zählt neuerdings mit zu den Vorsorgemaßnahmen im Rahmen der Mutterschaftsrichtlinien des gemeinsamen Bundesausschusses.

Condylome (Warzen) sind Virus bedingte Hautveränderungen. Sie werden durch humane Papillomaviren (HPV) verursacht, von denen es zahlreiche Subtypen gibt (über 70 verschiedene). Häufigst werden in den Papillomen die Typen 6 und 11 gefunden. Condylome können als breite (Condylomata lata) oder spitze Warzen (Condylomata acuminata) auftreten. In aller Regel handelt es sich um gutartige aber teils bizarre Hautveränderungen, die zwar häufig aber nicht ausschließlich sexuell übertragen werden. Die Problematik von Condylomen besteht in ihrer durchaus lästigen, unschönen Ästhetik und deren Neigung zu Rezidiven.

vgl. Nabelschnurpunktion; zu diagnostischen und therapeutischen Zwecken kann ab etwa 19 SSW eine Punktion der Nabelschnurvene erfolgen; hierzu wird ähnlich wie bei der Fruchtwasseruntersuchung (Amniozentese) unter sterilen Bedingungen über die Bauchdecke der Mutter sonographisch kontrolliert mit einer speziellen Kanüle (z. B. Spinalnadel) die Nabelschnurvene punktiert.

vgl. Ausschabung; instrumentelle/ operative Entfernung von Gewebe aus der Gebärmutter bei Verlust der Schwangerschaft (Abortschwangerschaft), bei gewünschtem Schwangerschaftsabbruch in der Frühschwangerschaft bzw. zur Entfernung von Plazentarestgewebe (Residuen) nach Abort oder nach unvollständiger Geburt der Plazenta.

gehört zu den humanen Herpes-Viren (beta-Herpes-Viren, Typ 5, HHV 5). Das Virusgenom kann im menschlichen Körper z. T. lebenslang verweilen und neigt bei Immunschwäche zu Reaktivierung. Das bedeutet es kommt meist nicht zu einer erneuten Infektion, sondern zu einer endogenen Reaktivierung, weshalb Infektionen mit Herpes-Viren unter bestimmten Umständen (Schwangerschaft) wieder aufflammen können (typ. beim Lippen-Herpes).

Demobanner 1
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