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Blutgruppensystem zur Einteilung der unterschiedlichen, ererbten (autosomal/ also geschlechtsunabhängigen) Antigen-Eigenschaften der roten Blutkörperchen (Erythozyten); sog. klassisches Blutgruppen-System nach Landsteiner.
Demnach existieren 4 Blutgruppen nämlich A, B, AB und Null (0). Häufig sind die Blutgruppen A und Null, seltener AB und eher selten B. Die Bestimmung der Blutgruppe und des Rhesus-Faktors zählt zu den wesentlichen Laborbestimmungen in der Frühschwangerschaft.

Durchtrennen der Nabelschnur nach der Geburt in sicherer Entfernung vom kindlichen Nabel (Vorsicht: Haut!) unter sterilen Bedingungen; vorher wird vor und hinter der Schnittstelle eine Klemme gesetzt um ein unblutiges und sicheres Durchtrennen zu ermöglichen.
Die Nabelschnur enthält keine Nerven, so dass dieser Vorgang keine Schmerzen bereitet. Über den richtigen Zeitpunkt der Abnabelung streiten sich Generationen von Hebammen und Geburtsmedizinern, dazwischen stehen die verunsicherten Eltern.

Fehlgeburt; durchaus häufiges Ereignis.
In jeder Schwangerschaft besteht eine statistische Verlustrate von ca. 20%. Es wird sogar davon ausgegangen, dass die Abortrate kumulativ gesehen, das heißt bei Berücksichtigung aller Schwangerschaften im Leben einer Frau, bei weit über 50% liegt. Man weiß heute, dass von 100 befruchteten Eizellen lediglich 30 zum Ergebnis Lebendgeburt führen, entsprechend einer Verlustrate von 70%! Die Aborthäufigkeit ist weltweit etwa gleich, auch ethnische Unterschiede scheint es nicht zu geben. Aufgrund der meist genetischen Ursachen nimmt die Abortwahrscheinlichkeit mit steigendem mütterlichen Alter deutlich zu. Im Übrigen spielt auch das Alter des Kindsvaters keine unwesentliche Rolle!

Durch Gabe spezieller Medikamente wird das Abstoßen der Schwangerschaft eingeleitet; in aller Regel handelt es sich um eine Gruppe von Wirkstoffen (Prostaglandine), die zu einer Erweichung des Gebärmutterhalses (Zervixsoftening) und zur Auslösung von Kontraktionen der Gebärmutter (Wehen) und schließlich zur Eröffnung des Muttermundes führen.
Die Medikamente werden entweder als Tabletten eingenommen oder als Vaginalzäpfchen appliziert; auch eine rektale Anwendung (Einführen in den Darm) ist möglich. In aller Regel erfolgt entweder 3-4 Stunden nach Einnahme der Medikamente eine Ausschabung (Curettage; Einzeitiger Abort) oder dann nach Ausstoßen/ Geburt des verstorbenen Fetus (Zweizeitiger Abort).

fehlerhafte Fruchtanlage, die meist sehr frühzeitig abstirbt; vgl. Windei

Im Ultraschall zeigt sich zwar eine Fruchthöhle, in der aber keine Embryonalanlage und kein Dottersack zu finden ist. Meist kommt es frühzeitig zum Verlust der Fruchtanlage. Es resultiert ein Frühabort mit Einsetzen von Blutungen in den ersten 5-6 (bis 8) SSW. Eine Ausschabung (Curettage) ist nur selten z. B. bei stärkeren Blutungen oder Infektionen (Fieber!) erforderlich. Gründe für ein Abortivei sind Chromosomenstörungen, Infektionen, ionisierende Strahlung sowie Medikamente.

unter bestimmten Umständen, meist in einer sehr frühen Schwangerschaftswoche (deutlich unterhalb 10 SSW, z. B. Frühestabort, Frühabort) befinden sich nach der Fehlgeburt keinerlei Reste an Schwangerschaftsgewebe (Residuen) in der Gebärmutterhöhle.

Der Abort ist vollständig (komplett = completus) erfolgt; diese Situation bedarf in aller Regel keiner weiteren therapeutischen Maßnahme (keine Ausschabung/ Curettage). Voraussetzung ist das Fehlen von Beschwerden wie stärkere Blutungen oder Schmerzen bzw. der fehlende Nachweis von Schwangerschaftsgewebe (Residuen) im Ultraschall. Unbedingt auf den Rhesusfaktor achten; Rhesus-negative Frauen benötigen eine zeitnahe Gabe von Immunglobulinen zur sog. Rhesusprophylaxe (Immunglobulin) zur Vermeidung einer Rhesusunverträglichkeit (Rhesusinkompatibilität) in einer weiteren Schwangerschaft.

drohende Fehlgeburt; durchaus häufiges Ereignis, gerade in der Frühschwangerschaft (bis 14. kpl. SSW).

Klinisch bestehen meist Blutungen, mitunter begleitet von ziehenden Unterbauchschmerzen; die Stärke der Blutung bzw. Schmerzen sind kein Beweis für ein tatsächliches Abortgeschehen; ursächlich bestehen die Blutungen infolge Einreißen kleinerer Gefäße im Bereich der Plazentaanlage, Kontaktblutungen nach Geschlechtsverkehr, Infektionen oder auch tatsächlicher Eröffnung des Gebärmutterhalses.

beginnende Fehlgeburt; begleitet von z. T. stärkeren (überperiodenstarken) Blutungen und Schmerzen kommt es zur Eröffnung des Muttermundes sowie zur Verkürzung und Erweichung des Gebärmutterhalses (Zervix).

Im Zuge des Abstoßens der Schwangerschaft versucht die Gebärmutter, sich des Schwangerschaftsgewebes durch Wehen/ Kontraktionen vorzeitig zu entledigen. Infolge Störungen in der Einheit Mutter-Plazenta-Kind (materno-fetale Einheit) werden Mediatoren (Prostaglandine) freigesetzt, die normalerweise erst bei der Geburt um den voraussichtlichen Entbindungstermin produziert werden.

Fehlgeburt mit Verbleiben von Schwangerschaftsgewebe innerhalb der Gebärmutterhöhle, was zu Komplikationen wie Blutungen, Schmerzen und Infektionen führen kann.

Therapeutisch ist eine Ausschabung (Curettage) anzuraten; alternativ kann nach Gabe von Prostaglandinen (z.B. Misoprostol) der Versuch eines konservativen/ nicht-operativen Vorgehens unternommen werden.

Schwangerschaftsabbruch; manchmal noch als Interruptio bezeichnet; vorzeitiges aktives Beenden der Schwangerschaft aus sozio-ökonomischen (meist sozio-finanziellen, psycho-sozialen), kriminologischen oder medizinischen Gründen.

Näheres regeln die §§ 218 und 219 des Strafgesetzbuches (StGB), nach welchen ein Schwangerschaftsabbruch zwar als rechtswidrig betrachtet wird, jedoch unter bestimmten Voraussetzungen (Einhalten von Fristen/ Vorliegen bestimmter medizinischer Diagnosen) für alle Beteiligten (Arzt/ Patientin) straffrei durchgeführt werden kann.

Lösung der Plazenta im Sinne der physiologischen Lösung nach/ bei Geburt des Kindes; auch unvorhergesehene vorzeitige Plazentalösung (unphysiologisch) mit oft stärkeren Blutungen, Schmerzen und häufig intrauterinem Versterben des Kindes.

Beenden der Milchbildung durch Medikamente und/ oder diätetische bzw. physikalische Maßnahmen; es wird zwischen einem primären und sekundären Abstillen unterschieden: primär bedeutet, dass der Milcheinschuss gleich nach der Geburt unterbunden wird; von sekundärem Abstillen spricht man, wenn die Milchbildung über einen gewissen Zeitraum erfolgt ist, dann aber beendet werden soll oder manchmal auch muss.

embryo-fetales Alkoholsyndrom; Embryofetopathia alcoholica; betrifft schätzungsweise 2-3 von 1000 Neugeborenen.
Durch Alkoholkonsum der Schwangeren verursachte Schädigung der Frucht; Folgeschäden für das Kind sind z. T. massiv vor allem hinsichtlich der nachgeburtlichen (postpartalen) neurologischen Entwicklung. Die Kinder zeigen ein meist typisches Aussehen, bereits intrauterin ist das Wachstum, d.h. die somatische Entwicklung, verlangsamt, ferner treten Herzfehler, Skelettfehlbildungen sowie Organ- und Genitalanomalien auf.

hormonell bedingter Haarausfall während Schwangerschaft und Stillzeit mit z. T. massiver Ausprägung; die tatsächliche Menge des Haarausfalls ist meist geringer als angenommen, weil das Haarwachstum in der Schwangerschaft beschleunigt ist.
In aller Regel bildet sich diese Form des Haarausfalls wieder zurück; nur selten bleibt die Alopezie über Wochen oder gar Monate nach der Geburt bestehen. Therapeutisch stehen kaum Möglichkeiten zur Verfügung, dies ist auch grundsätzlich nicht erforderlich. Abwarten ist schwierig, aber das einzig Vernünftige, ggf. bringt die Einnahme von Zink-Präparaten eine Verbesserung. Nachdem der durch Schwangerschaft/ Stillzeit ausgelöste Haarausfall hormoneller Natur ist, kann die Einnahme einer Pille mit Östrogen-/ Gestagenanteil (Mikropille) sinnvoll und therapeutisch erfolgreich sein.

maternales Alter; das mütterliche Alter nimmt einen nicht unerheblichen Einfluss auf eventuelle genetische Veränderungen (Anomalien) des Kindes; ab dem 45. bis 50. Lebensjahr bedingt auch das väterliche Alter genetische Erkrankungen/ Syndrome/ Fehlbildungen beim Kind. Es ist bekannt, dass ab dem 35. Lebensjahr der Frau die Anzahl genetischer Erkrankungen steil ansteigt (exponentielle Zunahme).Bei einer Schwangerschaft mit Zwillingen gilt dies bereits ab dem 32. Lebensjahr.

der Risikofaktor „mütterliches Alter" veranlasst (indiziert) häufig Pränataldiagnostische Maßnahmen wie Ultraschallfeindiagnostik (Ersttrimester-Screening, Zweittrimester-Screening), Biochemie und invasive Techniken wie Chorionzottenbiopsie oder Fruchtwasseruntersuchung (Amniozentese).Je höher das Alter der Schwangeren, desto häufiger werden diese Untersuchungen gewünscht.

Form der Wehentätigkeit, bzw. Kontraktionen der Gebärmutter ohne Wirksamkeit auf den Gebärmutterhals (Zervix).

Ausbleiben der Regelblutung, meist im Sinne einer sog. sekundären Amenorrhoe; das bedeutet, dass die Menstruationsblutung nach bisher regelmäßigem Auftreten ausbleibt oder nur abgeschwächt stattfindet. Oft erstes Anzeichen für eine Schwangerschaft; gilt allerdings als unsicheres Schwangerschaftszeichen; das Ausbleiben der Regelblutung ist demnach allenfalls ein Hinweis jedoch kein Beweis für eine Schwangerschaft.
Der sichere Nachweis erfolgt über einen Schwangerschaftstest und den nachfolgenden Ultraschall; eine Schwangerschaft gilt als sicher intakt, wenn der Embryo mit positiver Herzaktion im Ultraschall in der Gebärmutter nachgewiesen werden kann (etwa 6 komplette Wochen nach letzter Menstruation). Umgekehrt bedeutet das Eintreten der Regelblutung nicht automatisch, dass eine Schwangerschaft definitiv auszuschließen ist.

vgl. Eihaut, eigentlich Schafshaut; durchscheinende, dünne aber relativ stabile Zellschicht um den Embryo/ Fetus; grenzt die Fruchtanlage von seiner Umgebung in der Gebärmutter ab und ist damit eine wesentliche Infektionsbarriere und Stabilitätsgarant der Schwangerschaft.

Die Amnionhöhle ist mit Fruchtwasser gefüllt. Das Amnion ist an der Bildung des Fruchtwassers beteiligt. Bei Störung der Eihautintegrität entstehen u. U. Infektionen, in schweren Fällen ein sog. Amnioninfektions-Syndroms mit Beteiligung des Ungeborenen. Zudem kommt es nachfolgend meist zu Wehentätigkeit, vorzeitigem Blasensprung, Blutungen und je nach Schwangerschaftsalter zu Frühgeburt/ Reifgeburt.

Fruchtwasserauffüllung (AFI); diagnostische Maßnahme bei niedriger oder fehlender Fruchtwassermenge (Oligohydramnion bzw. Anhydramnion) zur besseren Darstellung und Beurteilung der fetalen Anatomie, insbesondere zur Darstellung der fetalen Harnblase und zum Ausschluss von Fehlanlagen der Nieren (Nierenagenesie, Nierenagenesie-Syndrom, Potter-Sequenz) und Ausschluss bzw. Bestätigung eines (frühen) vorzeitigen Blasensprungs (Blauinstillation).

engl. amniotic-fluid-Index (AFI); Fruchtwassermengen-Index; Bestimmungsgröße der Fruchtwassermenge; quantitative Abschätzung durch Ultraschall nach der sog. 4-Quadranten-Methode.

Die Gebärmutter wird theoretisch in 4 Quadranten unterteilt; diese werden sonographisch systematisch auf Fruchtwasser untersucht und jeweils in vertikaler Ausdehnung vermessen. Die größten Areale werden addiert und ergeben den Amnion-Flüssigkeits-Index. Sie stellt die genaueste Quantifizierungsmethode dar.

Eihautstrangbildung, die unter Umständen durch Abschnürung von Körperteilen (häufig Extremitäten) zu nicht unerheblichen und komplexen Fehlbildungen beim Kind führen (z.B. Fehlen von Fingern oder Fingergliedern oder der Hand, des Fußes oder ganzer Extremitäten, ggf. ausgedehnte Bauchwanddefekte, Gesichtsfehlbildungen).

durch Ausbildung von Amnionbändern bzw. –strängen, die sich aus Einrissen der Eihaut (Amnion) bilden können, kommt es gelegentlich zu Ein- bzw. Abschnüren von Extremitäten unterschiedlichster Ausprägung (Fehlen von Fingern, Zehen, Armen und Beinen) sowie Fehlstellungen wie Klumpfüßen.

Teilweise entstehen so auch Fehlbildungen wie Lippenspalten oder Hautdefekte am Rücken oder der Bauchwand; gelegentlich können Lymphödeme entstehen. Die eigentliche Ursache der Strangbildung ist unbekannt; häufiger bei Frauen mit Typ-I-Diabetes.
Meist kann die Diagnose bereits vorgeburtlich gestellt werden, ist aber nicht immer gut möglich! Je nach Befund und dessen Ausdehnung kann eine operative Korrektur erfolgen, manchmal ist jedoch eine Amputation der abgeschnürten Extremität erforderlich.

Infektion der Eihäute mit Beteiligung des Feten, der Plazenta sowie innerer Schichten der Gebärmutter. Oft Folge einer Leckage in der Eihaut (Blasensprung) mit Eindringen von Bakterien, wobei bekannt ist, dass manche Bakterien in der Lage sind, auch die intakte Eihaut zu durchwandern. Der Blasensprung wird nicht immer, sogar eher selten bemerkt. Meist besteht ein zunehmendes Krankheitsgefühl mit Unterbauchschmerzen, Fieber, Wehentätigkeit, ggf. vaginalen Blutungen bzw. übel riechendem Ausfluss.

instrumentelles Eröffnen der Fruchtblase.
Wird gelegentlich zur Verbesserung der Geburtsdynamik eingesetzt; manchmal auch erforderlich zur Durchführung einer Mikroblutuntersuchung bei suspekten CTG-Mustern oder bei Verdacht auf fetalen Sauerstoffmangel/ Stress.
Die Fruchtblase wird hierzu mit einem Amniotom (Instrument zur Inzision der Eihaut) durch den Arzt/ durch die Hebamme eröffnet.
Dieser Vorgang wird auch als iatrogener Blasensprung bezeichnet.

Fruchtwasseruntersuchung; Technik der invasiven Diagnostik mit Punktion der Fruchthöhle über die Bauchdecke und Entnahme geringer Mengen von Fruchtwasser (ca. 10-15 ml) in aller Regel ab 15/0 SSW.

In einer Kultur der Amnionzellen werden die Chromosomen des Kindes analysiert (Karyotypisierung). Sie dient in aller Regel dem Ausschluss bzw. dem Nachweis von Chromosomenstörungen (Aberrationen/ Anomalien).

Die Kulturdauer beträgt etwa 14 Tage. Ein sog. Schnelltest (FISH-Test, Fluoreszenz-in-situ-Hybridisierung) erbringt innerhalb 24 bis max. 48 Stunden ein durchaus verlässliches, vorläufiges Ergebnis und berücksichtigt in aller Regel nur Chromosomen zur Bestimmung häufiger bzw. schwerwiegender Syndrome wie Chromosom 13, 18, 21 sowie die Geschlechtschromosomen (Gonosomen) X und Y. Damit sind die Diagnosen Trisomie 21 (Down-Syndrom), Trisomie 13 (Pätau-Syndrom), Trisomie 18 (Edwards-Syndrom), Monosomie X (Turner-Syndrom) sowie numerische Aberrationen wie Triploidien oder Triplo-X-Syndrom ein- bzw. auszuschließen und die Geschlechtsbestimmung des Kindes möglich.

vgl. Blutarmut; Absinken des Hämoglobin-Spiegels (Hb-Wert) mit großer Bandbreite an Ursachen; in der Schwangerschaft in gewissem Umfang natürlich (physiologisch) und zur Aufrechterhaltung der plazentaren Durchblutung sogar erforderlich.
Die Normalwerte für Hämoglobin (Hb-Wert) liegen zwischen 12 und 16 g/dl. Der Hb-Wert wird einfacher oft als „Eisenwert" bezeichnet (was genau betrachtet nicht ganz korrekt ist!)

die persönliche Krankheitsgeschichte der Schwangeren ist ein elementarer Bestandteil der Vorsorge, denn aus der Anamnese lassen sich wichtige Informationen über vorbestehende Risiken (sog. anamnestische Risiken) entnehmen (z.B. Allergien, Voroperationen, bestehende eigene Erkrankungen, benötigte Medikamente, Anomalien der Anatomie usw.). Selbstverständlich weisen nicht alle Frauen ein anamnestisches Risiko auf.

fehlendes Fruchtwasser; lässt sich bei der Ultraschalluntersuchung keinerlei Fruchtwasserdepot nachweisen, spricht man von einem Anhydramnion bzw. einer Anhydramnie.

Ursächlich kann ein Blasensprung oder eine fehlerhafte Anlage der fetalen Nieren oder ein Syndrom/ genetischer Defekt beim Kind vorliegen. Möglich wäre auch eine Nebenwirkung von Medikamenten wie ACE-Hemmer (die in der Schwangerschaft nicht eingenommen werden dürfen) oder von Arzneimitteln, die therapeutisch zur Reduzierung der Fruchtwassermenge (Prostaglandinsynthesehemmer) eingesetzt werden. Die Medikamente wirken letztlich über die Verminderung der fetalen Urinproduktion.

Fehlbildung bzw. Entwicklungsstörung, die entweder einzeln (isoliert) oder mit einer weiteren oder mehreren Anomalien auftritt; letzteres bezeichnet man als Syndrom (Zusammentreffen mehrerer Symptome bzw. Anomalien).

vgl. Vertrauliche Geburt; Möglichkeit für Frauen in schwieriger persönlicher, psycho-sozialer Bedrängnis rechtlich abgesichert und ohne Verzicht auf medizinische Standards anonym zu entbinden und das Kind ggf. zur Adoption frei zu geben.

Angleichung des kindlichen (fetalen) Kreislaufs in der ersten Phase nach der Geburt (Minuten bis Tage); Adaptation der Atmung und des Herz-Kreislauf-Systems an die veränderten Verhältnisse nach Abnabelung und damit Trennung von der utero-plazentaren Zirkulation.

mangelnde oder fehlende Kompensation der Umstellung des fetalen Kreislaufs auf die nachgeburtliche Zirkulation mit Verbindung von Lungengefäßsystem (Niederdrucksystem) und großem Kreislauf (Hochdrucksystem).
Meist handelt es sich um eine fehlende Sauerstoffsättigung durch die noch nicht völlige Anpassung der Lungenfunktion (Atemstörung, verlegte Atemwege, Unreife des Bronchialsystems, Mangel an Surfactant, Durchblutung) und teilweise noch vorhandene fetale Zirkulationsverhältnisse mit Umgehung des Lungenkreislaufs durch sog. Recht-Links-Shunts über das Foramen ovale und den Ductus arteriosus (Botalli).

engl. auch Muellerian-Inhibiting-Substance (MIS) oder anti muellerian hormone (AMH).

Das AMH wird seit Jahren diagnostisch und prognostisch zur Beurteilung der ovariellen Reproduktionsfähigkeit bzw. -kapazität genutzt. Die Sicherheit der Bewertung der sog. ovariellen Reserve erscheint aber nicht immer verlässlich.

Bewertungsschema mit Erstellung eines Punktesystems (Score) zur Beurteilung der Kondition/ des Zustands des Neugeborenen; standardisiert erfolgt die Beurteilung 5 und 10 Minuten nach der Geburt. Untersucht werden Atmung, Herzfrequenz, Reflexe, Tonus der Extremitäten und die Hautfarbe.

eigentliche Bedeutung: Pulslosigkeit; allgemeiner Zustand der Kreislauf- und Atemdepression. Manchmal entsteht bei Neugeborenen unmittelbar nach oder auch bereits unter der Geburt dieser Zustand mit Ausbleiben der Atmung und nachfolgender Minderversorgung mit Sauerstoff sowie Überlastung mit Kohlendioxid (Hypoxie/ Hyperkapnie) und ggf. bläulichem Hautkolorit (sog. Cyanose).
Wesentlich ist das Beseitigen einer Verlegung der Atemwege und Gabe von Sauerstoff; intrauterin spielen häufig Kompression der Nabelschnur und plazentare Durchblutungsbeeinträchtigung eine wesentliche Rolle.

vgl. Curettage; operatives/ instrumentelles Entfernen von Gewebe aus der Gebärmutter mit einer scharfen, bei Schwangerschaften immer mit einer stumpfen Curette.
Im Zusammenhang mit einer Schwangerschaft meist bei Abortschwangerschaften/ Fehlgeburten; auch bei Schwangerschaftsabbrüchen. Gelegentlich erfolgt eine Ausschabung nach einer Geburt mit unvollständiger Bergung/ manueller Lösung der Plazenta.

sog. Körperchromosomen; der Anteil der Chromosomen, der nicht zu den Geschlechtschromosomen X und Y (Gonosomen) zählt.
Damit ergeben sich 22 Paare an sogenannten Autosomen (44 von insgesamt 46 Chromosomen), also Chromosomenpaar 1-22.
Das 23. Paar ist bei der Frau XX, beim Mann XY.

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